Familienferien, bei denen auch die Erwachsenen entspannen können: Das ist dank zahlreicher Aktivitäten in Crans-Montana möglich. Wir haben diese für euch getestet.

Familienferien im Wallis

An Crans-Montana, dem auf knapp 1500 Metern gelegenen Bergdorf im französischsprachigen Teil des Wallis, haftet noch immer das alte Bild des etwas noblen Ferienorts – fast ein bisschen wie eine Westschweizer Version von St. Moritz. Dass sich hier jedoch ein wahres Kinder- und Familienparadies versteckt, hätten wir nicht erwartet.

Es fängt bereits im hübschen Hotel Helvetia Intergolf an: Wir erhalten zwei Explorer-Karten ausgehändigt (dazu später mehr!) und in der Ferienwohnung wartet auch schon ein Turnsäckli mit Memoryspiel und Farbstiften auf uns – beziehungsweise auf die Kids. Das Hotel wurde mit dem Gütesiegel «Family Destination» des Schweizer Tourismus-Verbands ausgezeichnet. Dieses Label steht für kinderfreundliche Unterkünfte, Spielplätze, Animation, Themenwege und unberührte Natur.

Mit der Explorer-Karte unterwegs

Ich bin mit meinem fünfjährigen Göttibueb, seiner zweijährigen Schwester und ihrer Mutter – einer Freundin aus meiner Studienzeit – unterwegs. Hier wollen wir testen, was Crans-Montana alles zu bieten hat. Und das ist ziemlich viel: Bald merken wir, dass drei Tage definitiv zu kurz sind, um alles zu entdecken und auszuprobieren.

Der Schlüssel zum Glück: Die vorhin erwähnte Explorer-Karte. Diese erhält man ab zwei Übernachtungen im Hotel, B&B oder auf dem Campingplatz gegen die Bezahlung der Kurtaxe kostenlos dazu. Mit dieser Karte sind zahlreiche Aktivitäten inbegriffen, wie etwa die Kletterhalle, das Minigolf, die Pedalo-Miete, eine Fahrt auf den kleinen Elektroautos, das Schwimmbad am See, Wasserspiele, die Kunsteishalle, wie auch der Ortsbus und – im Sommer – die Bergbahnen. Wir konnten es fast nicht glauben!

Highlight in luftiger Höhe

Das Minigolf war eine neue Herausforderung für den Fünfjährigen, der stolz den Schläger in Kindergrösse entgegennahm, die Pedalo-Fahrt liess vor allem die Zweijährige vor Vergnügen jauchzen, die Aussicht von der Bergbahn und der anschliessenden Wanderung beeindruckte hingegen uns zwei Erwachsene. Die vielen Möglichkeiten – die meisten zudem zu Fuss erreichbar – vereinfachen eine flexible Planung des Tages nach Wetter, Lust und Laune. Statt akribisch im Voraus zu recherchieren, wie man die Kinder während der Ferien unterhalten kann, hat man in Crans-Montana viel eher die Qual der Wahl.

Unser Highlight – und zwar auch für uns Erwachsene – war der Fun Forest, ein Seilpark in den Bäumen. Der Seilpark ist zwar in der Explorer-Karte nicht einbegriffen, lohnt sich aber alle mal. Für die Kinder gibt’s je nach Alter und Grösse einfache Einsteigerrouten (Mindestalter 4 Jahre), auf welchen sie aber bereits eine Zipline ausprobieren können.

Da schaute die Zweijährige mit grossen Augen ihrem grossen Bruder nach, der gekonnt durch die Lüfte schwebte und nicht nur das Mami, sondern auch das Gotti mächtig stolz machte. Für Teenager und Erwachsene gibt es anspruchsvollere Parcours in bis zu 20 Metern Höhe, natürlich ebenfalls gut gesichert mit zwei Karabinerhacken und Helm – ein wahres Vergnügen!

Gut gelegene Verpflegungsmöglichkeiten

Auch praktisch sind die strategisch gelegenen kulinarischen Angebote, so dass man Hungerattacken der Kleinen (und Grossen…) problemlos kontern kann. Gleich neben dem Fun Forest, mit Blick auf den wunderschönen Moubra-See, liegt zum Beispiel das Restaurant Plage. Hier gibt es gute Schweizer Küche und eine sehr gemütliche Terrasse. Gleich unterhalb des Restaurants, kann man nicht nur baden, sondern auch Pedalos mieten.

Besonders angetan hat es uns das Restaurant Mosaic oberhalb des Hauptplatzes von Crans-Montana, das lokale und internationale Spezialitäten anbietet: von Ceviche aus Peru, über Risotto aus Italien bis hin zu – sehr zu empfehlenden! – Poke aus Hawaii. Für die Kinder gibt’s natürlich ein Kindermenü.

Regenwetterprogramm

Wir hatten Glück und durften drei Tage mit fantastischem Wetter geniessen, aber selbst bei Regen scheint es in Crans-Montana zahlreiche Aktivitäten für Familien zu geben. Aus Zeit- und Wettergründen mussten wir zum Beispiel leider auf einen Besuch des Alaïa Chalets verzichten, wo man verschiedene Sportarten ausprobieren kann, wie Trampolins, Skateboards oder Indoor-Rampen.

Doch auch bei schönem Wetter haben wir längst noch nicht alles gesehen. Zurückkommen werden wir bestimmt, denn eigentlich ist Crans-Montana auch gar nicht so weit: Zwischen Sion und Sierre gelegen erreicht man den Ort in zwei Stunden von Bern aus, oder in drei Stunden von Zürich und Luzern. Zeit also, dass das alte Image des noblen Ferienorts aufpoliert wird.

Der Aufenthalt fand auf Einladung von Crans-Montana Tourisme statt.