Die rund 360 Kurven nach Arosa fühlen sich noch leicht flau an im Magen, zumindest in dem der Beifahrerin, als wir im Tschuggen Grand Hotel vorfahren. Der Empfang ist herzlich und warm – die Vizedirektorin Leonie Schefenacker empfängt uns mit ihrer gastfreundlichen Art und wir fühlen uns sofort willkommen.Ein Programm der Gegensätze wartet auf uns: die erste Nacht werden wir in einem Tipi in den Bergen verbringen, die zweite Nacht im Tschuggen Grand Hotel selbst.

Gleich geht es auch schon los – wir sind neugierig, freuen uns und dies nicht nur wegen unserer charmanten Begleitung. Evelyn Gorgos, zuständig für die Unternehmenskommunikation im Tschuggen, nimmt sich unserer an und begleitet uns an diesem Abend. Etwa 40 Gehminuten vom Dorf entfernt in den Bergen stehen die weissen Zelte und fallen schon von weitem auf. Unser Tipi steht etwas abgelegen von den anderen mit einer wunderschönen Aussicht auf die Berge und das Dorf Arosa. Mit viel gemütlichem Alphüttencharme eingerichtet, verfügen sie über einen Holzboden, ein hübsches altes Holzbett und alle Annehmlichkeiten, die man benötigt.

Wir sind beeindruckt, wie viel Gemütlichkeit  in so einem Zelt aufkommen kann. Ein paar Meter weiter befinden sich die sanitären Anlagen, direkt beim Restaurant Alpenblick. Vom gleichen Besitzer wie das bekannte Fischers Fritz in Zürich, hat das Alpenblick seinen ganz eigenen Charme. Zwischen Bergromantik und Zürcher Hipsterstyle – mit viel Holz, aber trotzdem minimalistisch und cool. Unser Abendessen ist eine wahre Freude. Einmal quer durch die Karte durchessen, das ist wohl die beste Bezeichnung für unsere Gaumeneskapaden. Die Trüffelpommes können wir ganz besonders empfehlen, aber auch alles andere begeistert. Der Gastgeber kümmert sich äusserst aufmerksam um uns und wir verbringen einen wunderschönen Abend.

Nach einem Blick auf die Uhr wird’s dann plötzlich ernst. Mit je zwei zusätzlichen Decken versorgt, machen wir uns durch die sternenklare Nacht auf den Weg zu unserem Tipi. Dick eingekuschelt und mit kalten Nasenspitzen schlafen wir in der Stille der Berge sehr schnell ein.

Als wir am Morgen zu dem Läuten der Kuhglocken aus einem tiefen Schlaf erwachen, fühlen wir uns jetzt schon richtig ausgeruht und entspannt. Überraschend, was Berge, frische Luft und gutes Essen bei zwei Stadtkindern so alles bewirken können. Nach einem schönen Spaziergang zum Schwellisee, wo wir natürlich noch ganz alleine sind, gibt’s dann Frühstück im Alpenblick. Frische Brötchen, selbstgemachte Marmelade, guten Bergkäse und Kaffee. Was braucht es mehr?

Dieses Tipi-Erlebnis ist auf jeden Fall eine grossartige Alternative für alle Camping Muffel, die keine Schlafsäcke und Luftmatratzen mögen, aber trotzdem die Natur in ihrer ganzen Pracht geniessen wollen.

Die Zeit vergisst man leicht auf der Sonnenterrasse. Plötzlich müssen wir uns beeilen– eine Tschuggen Signature Massage im Grand Hotel steht an. Der SPA mit seinen einladenden 5000m2 wurde von Stararchitekt Mario Botta geschaffen. Sehr minimalistisch in den Elementen Stein, Holz und Glas gehalten, kehrt automatisch ein Gefühl der Ruhe im Geist ein. Die Massage ist ein Genuss und durch die Kombination der fünf verschiedenen Techniken, Gesichts- und Kopfmassage, Hot Stone, Ganzkörpermassage und Fussreflexzonen, fühlen wir uns danach ganzheitlich entspannt und wie neu geboren.

Der restliche Nachmittag lässt sich gut im SPA verbringen. Ein separater Bereich für Damen mit Dampfbad und Sanarium, diverse Ruheräume und Aussenterassen, einer riesigen Bergsauna mit Kamin, Biosauna, gemischtes Dampfbad und eine grosszügige Badelandschaft bieten für alle etwas.

Das Tschuggen Grand Hotel in Arosa ist ein 5 Sterne Superior Haus welches auf eine lange Tradition zurückblickt. Von aussen wirkt der Bau nicht ganz so attraktiv und erinnert eher an einen Plattenbau doch innen dominiert Wärme und Gemütlichkeit. Mit seinen 130 Zimmer und 4 Restaurants ist es sehr gross, doch noch immer persönlich. Hier wird dem Gast eine Infrastruktur geboten, die sich sehen lassen kann. Vom Skiraum mit hochmodernen belüfteten Spinds bis hin zum eigenen Kidsclub. Der Tschuggen Express, eine hauseigene Bergbahn, welche den Gast direkt auf die Skipiste bringt, ist noch das Tüpfelchen auf dem i.

Tschuggen Grand Hotel

Website: http://tschuggen.ch

Tipi Experience : Package 

Ein traditionelles Luxushotel – vielen kommen da wohl immer noch automatisch die Begriffe „verstaubt“ und „steif“ in den Sinn. Doch hier überzeugt das Tschuggen Grand Hotel vom absoluten Gegenteil. Der pure Luxus ist es auf jeden Fall – aber auf eine entspannte, gute Art.

Die Bodenständigkeit dieses Hauses zeigt sich auch daran, dass nicht nur Gäste, sondern auch die Anwohner von Arosa hier zahlreich in der Basement Bar oder an den organisierten Musikevents erscheinen und sich wohl fühlen. Die Nähe zum Dorf ist wichtig.

Das Dinner im Gourmentrestaurant La Vetta welches wir am Abend geniessen dürfen, ist auf jeden Fall eines der Highlights unseres Wochenendes. Mit sehr viel Charme werden wir nach allen Regeln der Kunst durch unser Menü geführt. Die drei Desserts, eines davon extra für uns zusammengestellt, beeindrucken uns so nachhaltig, dass sich unsere Freunde diese Geschichte wohl noch eine Weile anhören müssen.

Hier, wie eigentlich im ganzen Hotel ist „der Gast ist König“ nicht nur eine Floskel – jeder Wunsch wird uns von den Augen abgelesen. Mit einem Service der seinesgleichen sucht und einer familiären Atmosphäre, die wenige 5 Sterne Häuser so hinbekommen, sticht das Tschuggen Grand Hotel ganz klar aus der Masse raus.

Wir haben an diesem Wochenende die Gegensätzlichkeit des Luxus kennengelernt. Zum einen die bekannte Form des Luxus, die pure Entspannung in einem tollen Hotel zu geniessen und sich um nichts selbst kümmern zu müssen. Aber zum anderen auch den Luxus, der Natur auf sehr angenehme Weise so nah zu sein und die Ruhe der Berge direkt zu spüren.

Das Tschuggen Grand Hotel jedenfalls ist nicht das Erste und wird nicht das Letzte Haus dieser Klasse sein, welches wir besuchen. Aber mit seiner Freundlichkeit, Offenheit und der entspannten Bodenständigkeit, hat sich das Tschuggen und dieses Erlebnis irgendwie in unsere Herzen eingebrannt.