Wer während des Wellness-Weekend auch ein bisschen aktiv sein möchte, ist im Sorell Hotel Tamina in Bad Ragaz genau richtig: Hier lässt sich Spa, Sport und Spass vereinen.

«Hiersein ist herrlich», schrieb schon der deutsche Dichter Rainer Maria Rilke über Bad Ragaz. Bereits beim Zmorge im sympathischen Sorell Hotel Tamina können wir das bestätigen, denn wir stehen nicht nur bezüglich Frühstücksbuffet vor der Qual der Wahl: Welche Aktivitäten pro-bieren wir an diesem schönen Februarwochenende aus?

Eine Wanderung auf den Hausberg Pizol auf 2’200 Meter über Meer vielleicht, eine geführte Weintour durch die Bündner Herrschaften oder doch eine Fondue-Kutschenfahrt? Selbst ein Golfplatz und ein Casino liegen in der Nähe, sowie historische Burgruinen und ein abenteuerlicher Escape Room. Das überschaubare Dorf im Sarganserland präsentiert sich erstaunlich vielfältig.

Am bekanntesten ist natürlich die Tamina Therme, wo man auf rund 7000m2 ein umfassendes Wellnessangebot mit heilenden Bädern und Saunadorf entdecken kann. Das Thermalbad liegt nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt, ausserdem profitieren Sorell-Gäste von Spezialkonditionen. Dies sparen wir uns als krönenden Abschluss auf. Wir entscheiden uns zuerst für einen Erkundungsspaziergang in der Umgebung. Wer etwas schneller unterwegs sein will, für den stellt das Sorell Hotel Tamina sogar Fahrräder für Ausflüge zur Verfügung.

Kunst nicht nur im Museum

Das Viersterne-Hotel Tamina liegt im Zentrum von Bad Ragaz. Beim Schlendern durch das Dorf fallen die schönen Skulpturen auf. Diese sind zum grossen Teil ein Souvenir der «Bad RagARTz», Europas grösster Freiluftausstellung mit zeitgenössischen Kunstinstallationen. Diese findet alle drei Jahr statt; 2018 wurden 465 Werke von 77 Kunstschaffenden aus 17 Ländern ausgestellt. Selbst im Hotel hatten wir eine der charakteristischen gelben Schnecke-Skulpturen entdeckt.

Wir spazieren weiter der Tamina entlang, dem Fluss, der auch dem Thermalbad den Namen gab, und treffen auf den Rhein. Dieser bildet die natürliche Grenze zum Nachbarskanton Graubünden. Schon bald flanieren wir am Rheinufer auf bündnerischer Seite bis ins Städtchen Maienfeld. Berühmt für seinen Wein machen wir uns auf zum Stall 247. Wer es gern spielerisch hat, kann sich in dem stilvoll umgebauten Kuhstall an der sogenannten Weinstrasse – einem amüsanten Selbstbedienungssystem in Form eines Automaten – durch das Angebot degustieren.

Auch ein Besuch der Burgruine Wartstein oben bei Pfäfers und der Mini-Version der Christus-Statue, einem Nachbau des «Cristo Redentor» von Rio (eigentlich ein Kunstwerk der «Bad RagARTz» 2015) lassen wir uns nicht entgehen – von hier hat man eine wunderbare Sicht über das Tal und die umliegenden Berge. Den Rest des Nachmittags verbringen wir wie geplant im Thermalbad. Doch damit ist unser Tag noch nicht beendet.

Gastronomie und Gastfreundschaft

Auch gastronomisch lassen wir uns verwöhnen. Wer will, gönnt sich in der gemütlichen Tamina Lounge zuerst ein Aperitif, wir entscheiden uns direkt für das Abendessen im hoteleigenen Restaurant im Park. Viel länger als sonst bleiben wir am Tisch sitzen – die Atmosphäre ist angenehm entspannt und gemütlich, die Bedienung ausgesprochen freundlich. Es erstaunt nicht, dass das Hotel Tamina bereits mehrfach mit dem Prix Bienvenu von Schweiz Tourismus als eines der freundlichsten Schweizer Ferienhotels ausgezeichnet wurde, das Viersterne-Haus legt besonderen Wert auf persönlichen Service.

Ausserdem ist das dreigängige Menü ein Gaumenschmaus. Statt auf internationale Experimente setzt die Küche auf Produkte aus der Region – dies auf kreativköstliche Art und Weise, begleitet von edlen Weinen aus der Bündner Herrschaft. Das Abendessen rundet ein vom Hotel offeriertes Gläschen Marc aus Pinot-Noir-Trauben der bekannten Lipp-Destillerie ab.

Gerne hätten wir in Bad Ragaz auch noch die mystische Taminaschlucht besucht, wo das 36,5 Grad warme Thermalwasser entspringt, doch diese ist im Winter leider geschlossen. Einen Spaziergang durch die enge Schlucht mit ihren bis zu 70 Meter hohen Felswänden müssen wir also für später vertagen – am besten während des Lichtspektakels «Light Ragaz», das nach drei erfolgreichen Sommereditionen auch diesen Sommer in der Taminaschlucht stattfinden wird. Doch schliesslich sollte man sich ja ohnehin an jeder Destination immer einen Grund aufsparen, um zurückzukehren. Der Dichter Rainer Maria Rilke jedenfalls, so wissen wir nun, lag richtig: Hiersein ist in der Tat herrlich.