Die schönsten Opern Norddeutschlands auf einer Musikreise entdecken

Hamburg – Leipzig – Dresden

Die drei Musikstädte Hamburg, Leipzig und Dresden verfügen je über ein weltbekanntes, der Musik gewidmetes Bauwerk. Eine Reise von einer Musikstadt zur anderen ist ein besonderes Erlebnis – und ein Konzert- oder Opernbesuch gehört dazu.

Die Kombination von Städtereisen mit Musikerlebnissen ist für viele Liebhaber klassischer Musik eine echte Alternative zu Palmenstränden oder Wintersport. Am einfachsten ist es, eine von einem auf Musikreisen spezialisierten Reiseunternehmen wie beispielsweise «Twerenbold Reisen» zu buchen. Damit muss man sich weder um Tickets noch um den Transport zum Konzert und zurück kümmern.

Es ist generell schwierig, Tickets für die Elbphilharmonie in Hamburg zu bekommen. Eine echte Herausforderung besteht darin, Billette für drei Konzerte in drei Städten mit Musik, die einen anspricht, in einem begrenzten Zeitrahmen zu ergattern. Mit einer organisierten Musikreise kann man sich entspannt die Städte anschauen und abends Musik geniessen.

Erster Stopp: Hamburg

Hamburg ist auch heute noch eine Metropole mit einem in der Stadt liegenden Hafen. Die Schifffahrt hat Hamburg als Tor zur Welt geprägt. Rund 13.000 Schiffe aus aller Welt laufen jährlich den zweitgrössten Hafen Europas an. Vom Kreuzfahrtterminal über die Historische Speicherstadt und die Landungsbrücken bis hin zum modernen Containerhafen schnuppert man die Sehnsucht nach fernen Ländern.

Der weltgrösste, über hundertjährige zusammenhängende Lagerhauskomplex und UNESCO-Welterbe, die Speicherstadt, hat heute einiges zu bieten. Beispielsweise die gigantische Modelleisenbahn. Die «Schweiz» erstreckt sich über zwei Stockwerke und stellte Dies modellbauerisch die bisher grösste Herausforderung dar. Durch einen 100 qm grossen Deckendurchbruch ragen die Schweizer Alpen mit 5-6 Meter hohen Gipfeln. Die Bahnen schlängeln sich durch atemberaubende Schluchten hinab in den 3.Stock, in dem das Gros der Schweizer Alpen steht.

Die Alster, der rund 160 Hektar grosse See im Herzen der Stadt ist ein Paradies für Segler, Ruderer oder Paddler und dabei lediglich 2,50 Meter tief.

Ein Traum: die Elbphilharmonie

Zu oft wird bei der Erwähnung der Elbphilharmonie darauf hingewiesen, dass alles viel teurer wurde, als geplant. Bereits jetzt, 13 Monate nach der Eröffnung im Januar 2017, beweist sich das Gebäude als wahrer Publikumsmagnet. Der untere Teil ist der Sockel des ehemaligen Kaispeichers. Über dem erdigen Backstein-Teil erhebt sich der elegante gläserne Neubau von Herzog & de Meuron. Er wirkt wie Wellen, hat etwas Futuristisches und spiegelt Himmel, Wasser, Gebäude und Menschen immer wieder neu.

Er birgt zwei Konzertsäle, ein Hotel und 45 Appartements. Auf der Schnittstelle zwischen Speicher und Neubau befindet sich eine grosszügige, öffentlich zugängliche Plattform – die Plaza. Täglich strömen bis zu 17’000 Gäste auf die Plaza, um den Ausblick auf die HafenCity und den Hafen zu geniessen. Die Spitze des Gebäudes ist nach Westen gerichtet und 110 Meter hoch.
Die 1’100 gebogenen und bedruckten Fassadenelemente lassen die Elbphilharmonie wie einen riesigen Kristall wirken. Ein einziges Glasfenster kostete rund 72’000 Euro. Im Grossen Saal, der 25 Meter hoch ist, sitzt kein Zuschauer weiter als 30 Meter vom Dirigenten entfernt. Bei der so genannten „Weinberg-Architektur“ liegt die Bühne leicht versetzt in der Mitte des Saals. Die Wandverkleidung des Grossen Saals besteht aus rund 10’000 Gipsfaserplatten, Sie reflektiert zusammen mit einem Reflektor in der Mitte des Deckengewölbes den Klang in jeden Winkel. So ist optimaler Hörgenuss auf jedem einzelnen Platz garantiert.

Zweiter Halt: Leipzig

Leipzig ist die deutsche Stadt, die im Moment am schnellsten wächst. Die Universitätsstadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und beherbergte eine Menge interessanter Persönlichkeiten aus Bildung, Kunst und Musik. Leipzig war bekannt für seine Leipziger Messe, die Textilindustrie, den Klavierbau sowie das Verlagswesen und die Leipziger Buchmesse.
Während des Zweiten Weltkrieges kam es in den Jahren 1943 bis 1945 zu Luftangriffen auf die Stadt, 60 Prozent der Bausubstanz wurde zerstörte und es gab rund 6000 Todesopfer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung Leipzigs zurück, die Stadt gehörte zur sowjetischen Besatzungszone. 1989 leiteten die von der Nikolaikirche ausgehenden Montagsdemonstrationen das Ende der DDR mit ein.
Heute pulsiert das Leben in Leipzig. Tradition trifft auf Dynamik, ursächsische Gemütlichkeit auf Hightech-Business, klassische Kultur auf Avantgarde. Highlights für Musik- und Theaterfreunde, Shopping in modernen Kaufhäusern oder in gemütlichen historischen Passagen und Höfen, interessante Museen und Galerien sowie legendäre Kneipenmeilen locken viele Touristen aus aller Welt nach Leipzig.

Das Gewandhaus

Leipzig hat als Musikstadt eine grosse Tradition. Bedeutende Musiker wie Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Edvard Grieg, Gustav Mahler, Clara und Robert Schumann wirkten hier, Hanns Eisler und Richard Wagner wurden hier geboren. Spuren dieser Musiker finden sich in der ganzen Stadt, besonders sehenswert ist das Mendelssohn-Haus.

Bekannt sind das Gewandhausorchester und der Thomanerchor. Das Gewandhausorchester feiert dieses Jahr seinen 275. Geburtstag.

Das erste Gewandhaus wurde 1498 gebaut und als Messehaus der Tuchhändler genutzt – deshalb Gewandhaus.

1743 taten sich 16 Kaufleute zusammen, um den Konzertverein «Grosses Concert» zu gründen. Das Orchester bestand aus 16 Musikern. Und weil es im Gewandhaus konzertierte, wurde es Gewandhausorchester genannt. Einer der bedeutendsten Kapellmeister war Felix Mendelssohn-Bartholdy.

1884 wurde das zweite Gewandhaus eröffnet, das bei den Luftangriffen im 2. Weltkrieg stak beschädigt wurde. Ab 1947 fanden die Gewandhauskonzerte in der Kongresshalle am Zoo statt. 1981 wurde das dritte Gewandhaus eröffnet. Dieses dritte Gewandhaus ist der einzige Konzerthausneubau der DDR.

Aller guten Dinge sind Drei: Dresden

Die Landeshauptstadt von Sachsen, Dresden, ist kleiner als Leipzig. Bekannt ist Dresden, weil es seine im 2. Weltkrieg zerstörten historischen Bauwerke rekonstruiert hat. Bekannt ist die Frauenkirche, die dank dem finanziellen Engagement von unzähligen Privatpersonen heute in der alten Schönheit bezaubert. Die Semperoper, die grosse Schwester des Opernhauses in Zürich, erstrahlt in neuem Glanz und auch die Hofkirche und der Zwinger sind wie Phoenix aus der Asche wiederstanden.

Die Stadt begeistert mit faszinierenden Bauwerken, Kunstschätzen, einer beeindruckenden Museen-Landschaft sowie einer Menge Persönlichkeiten, die hier wirkten, beispielsweise Erich Kästner, Heinrich Kleist, Richard Wagner und Carl Maria von Weber. Die Sächsische Staatskapelle Dresden gilt als das älteste durchgängig musizierende Orchester der Welt.

Die Semperoper

Die Semperoper Dresden gilt als eines der schönsten Theaterhäuser der Welt mit hervorragenden musikalischen Angeboten, sowohl vom Ensemble des Hauses als auch durch zahlreiche internationale Gäste. Hier spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden, seit über 460 Jahren eines der traditionsreichsten Orchester der Welt. Den Sächsischen Staatsopernchor gründete 1817 Carl Maria von Weber. Mit zahlreichen Uraufführungen wie Richard Wagners „Rienzi“, „Der fliegende Holländer“ und „Tannhäuser“ wurde hier Operngeschichte geschrieben. Von Richard Strauss wurden hier neun seiner 15 Opern uraufgeführt, darunter „Salome“, „Der Rosenkavalier“ und „Elektra“.
Erbaut wurde die Oper von Gottfried Semper. Der Wiederaufbau der im 2. Weltkrieg zerstörten Semperoper dauert 40 Jahre.

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