Nach nur 3.5 Flugstunden bin ich dem Zürcher Winter entflohen und einer anderen Welt gelandet.  Bei strahlend blauem Himmel schlendere ich durch Marrakeschs bunte Medina. Das geschäftige Labyrinth aus engen Gassen, Souks und Plätzen ist ein Fest für alle Sinne. Der Duft von exotischen Gewürzen und Minze vermischt sich mit dem einheimischer Speisen. Teppichhändler, Schlangenbeschwörer und Fruchtsaft Verkäufer buhlen um die Gunst der Touristen. Marrakesch, eine Stadt wie aus 1001 Nacht. Doch, das ist nur der Anfang. Ich bin in Marokko, um mit Sahara Colours “off the beaten track” zu gehen. 

Die Sahara Colours GmbH ist spezialisiert auf die Organisation von individuellen Marokko Rundreisen für Kleingruppen, Einzel- und Gruppenreisende im Allradfahrzeug oder im Kleinbus. Aziz, Geschäftsführer und mein Guide auf diesem Trip, wuchs am Rande der Sahara auf und kennt die Wüste wie seine Westentasche. Ich kann es kaum erwarten, in den Toyota Prado steigen und unsere 4-tägige Rundreise starten. 

Wir fahren los, ab durchs Atlasgebirge. Halten an verschiedenen Sehenswürdigkeiten, wie der Kasbah Aït Benhaddou, Ouarzazate oder der roten Sandwüste. Während ich fasziniert die vorbeiziehende, sich ständig wandelnde Landschaft bestaune, hält Aziz an einem kleinen, unscheinbaren Restaurant am Strassenrand. “Hier gibt’s das beste Kefta Marrokos”, verspricht mir Aziz. Er behält Recht: Das Essen ist himmlisch. Eine Perle von einem Restaurant, das wohl kein Tourist so einfach findet. 

Eine Reise zurück in der Zeit

Nach einer gemütlich Nacht im schicken Hotel Dar Qamar, Agdz, gehts am nächsten Tag weiter durch das millions palms Dra Valley, wo wir eine Kasbah besichtigen. Auch hier überrascht mich Aziz wieder mit seinen Beziehungen. Nach dem wir eine lokale Schule besucht haben, läd uns spontan ein Mann, der noch in der alten Kasbah lebt zum Tee ein. Ich bin schockiert und fasziniert gleichzeitig, wie die Familie hier auf engstem Raum und ohne natürliches Licht lebt. 

Nach dem Check-In im Hotel Kasbah Sahara Services in Mhamid machen wir uns auf den Weg ans Taragalte Festival in der Nähe von Mhamid. Ich verliere mich mit meiner Kamera in dem bunten Treiben von Musikern, Tänzern, Besuchern und Kamelen! Ich liebe dieses “Wüstenfeeling”.

Glamping in Mitten der Sahara

Mit dieser Erkenntnis träume ich schon beim Einschlafen von unserem morgigen Trip 60km in die Wüste zum Erg Cheggaga Desert Luxury Camp. Mit dem 4×4 fahren wir durch die Wüste, stoppen bei Herden von wilden Kamelen, Nomadenfamilien und Oasen. Ich komme aus dem Staunen kaum noch raus. 

 

Nach 3 Stunden kommen wir im Erg Echeggaga Desert Luxury Camp an und meine Träume von gestern werden übertroffen. Ich fühle mich wie eine Prinzessin aus 1001 Nacht. Die Luxuszelte sind ausgestattet mit gemütlichen, grossen Betten, Toiletten und sogar warmen Solarduschen.  Nach einem wunderbaren Mittagessen und etwas Erholungen werden wir von meinen Freunden, den Kamelen, abgeholt und ab gehts zum Ritt in den Sonnenuntergang in der Wüste. 

Riesen Dünen und die Milkyway

Und auch heute hat Aziz  wieder eine Überraschung für mich: ein Sandboard ist mit an Bord und nach dem Sonnenuntergang gleite ich damit die grösste Düne der Gegend herunter. Ein Moment von unendlicher Freiheit.  Wenig ahne ich, dass dieser Moment heute noch übertrumpft wird. Denn wer schon einmal eine Nacht in der Wüste verbracht hat, weiss: der Sternenhimmel ist nirgendwo schöner. Ein paar Stunden später liege ich im “Stargazing” Camp unter der Milchstrasse. Was für ein herrlicher Abschluss meines Wüstenabenteuers. Am nächste Morgen geht es zurück in das Gewimmel von Marrakesch.