Man kann sich auch auf bescheidene Art und Weise entspannen – man muss aber nicht. Ein bisschen Luxus darf zwischendurch auch sein, haben wir uns gedacht, als wir einer gemeinsamen Freundin zum 30. Geburtstag ein Überraschungswochenende in einem schönen Hotel am Thunersee schenkten.  

Entspanntes Hotel am Thunersee – Wellness vom Feinsten

Ab und zu braucht es einen Tapetenwechsel, oder, in unserem Fall, einen Landschaftswechsel. In der Schweiz ist das zum Glück relativ einfach, schon nur die Überquerung des Röstigrabens kann dafür reichen. Zwar bin ich ursprünglich tatsächlich aus Bern, doch von meinen drei Freundinnen aus Lausanne, mit denen ich diesen Wochenendausflug plante, waren zwei noch nie im Berner Oberland. 

Da ich mich seit meinem Studium in Genf insgeheim ohnehin als Röstigraben-Bekämpferin verstehe, organisierte ich also ein Überraschungswochenende in meiner Heimat, und wir tauschten kurzerhand den Lac Léman gegen den Thunersee für unser «weekend des filles», und zwar im relativ neuen Deltapark Vitalresort. Natürlich gibt es niemand, der ein Verwöhnungswochenende nicht verdienen würde – wir aber, so befanden wir, hatten es bitter nötig.  

Sicht auf Berge oder See

Nach einem herzlichen Empfang – in tadellosem Französisch, so dass ich nicht einmal zu übersetzen brauchte, was ich in meinem bilinguen Heimatkanton immer wieder schätze – bezogen wir unsere Zimmer. Beziehungsweise direkt unseren Balkon, von wo wir eine wunderbare Sicht auf den Thunersee hatten und der abendrötliche Himmel die spezielle Stimmung rund um die in die Natur eingebettete Hotelanlage noch verstärkte. Auf der anderen Seite wäre die Sicht übrigens genauso schön: Dort beeindruckt der Blick auf das schneebedeckte Bergpanorama, was dieses Hotel am Thunersee zu einem ganz speziellen Erlebnis macht.

Auch für mich war es das erste Mal im Deltapark Vitalresort – eröffnet wurde es nämlich erst im Mai 2016. Der Ort, nur rund 5 Kilometer respektive 12 Busfahrt-Minuten von Thun entfernt, ist in der Region aber schon lange bekannt: Hier stand früher das Gwatt-Zentrum. In den 1930er Jahren zuerst für Lager und Treffen der reformierten Jugend benutzt, wurde das Gebiet direkt am See nach und nach zum kleinen Seminar- und Hotelbetrieb. 2008 wurde das Gelände an die Hauenstein Hotels verkauft, eine über die Region hinaus bekannte Hotelgruppe, welche drei Hotels, zwei Restaurants und eine Rehabilitationsklinik rund um den Thunersee besitzt. Nach acht Jahren Planung und Bau entstand dann hier das Deltapark Vitalresort. 

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Gesundheit und Genuss

Auch wenn nun eine andere Klientel angesprochen wird, verbinden verschiedene Aspekte das moderne Hotel mit seiner früheren Geschichte. So sind etwa gewisse Gebäude wie die pyramidenförmigen Häuser direkt am Seeufer noch Originalbauten – nur beherbergen sie nun den Fitnessraum und das Spa. Und auch heute adressiert sich das Hotel durchaus an Aktivferiengäste und Sportbegeisterte; nicht nur an Wellness-Fans. Es ist diese Kombination aus Sport und Erholung, Gesundheit und Genuss, die beim diesem Hotel am Thunersee überzeugt. 

In der Tat kommen Sportlerinnen und Sportler – aus der Schweiz, aber auch aus dem Ausland – ins Deltapark, um Trainings mit Entspannung zu verbinden. Doch man muss keine Spitzensportlerin sein, um das Angebot an Fitness-Infrastruktur, Gruppenkurse oder Personal Trainings zu geniessen. An den Kursen kann man nach Belieben teilnehmen, Outdoor-Sportgeräte wie E-Bikes, Kayaks oder Stand-Up-Paddles werden vermietet, und im Deltaverde, dem spa-eigenen Vitalbistrot, kann man sich mit gesunden Snacks und Smoothies verwöhnen. Das Highlight bleibt natürlich der Wellness-Bereich mit seinen Sol- und Süsswasserbecken, den Sauna- und Wasserdampfbädern, den Erlebnisduschen und Ruheräumen. Hier kann man sich nicht nur entspannen, sondern auch durch verschiedene Massagen behandeln lassen. Unser Favorit: Die Gebirgssalz-Sauna und die halbstündige Rückenmassage.

hotel am thunersee

«Wir richten uns an den gesundheitsbewussten Genussmenschen», hatte uns Vizedirektor Bruno Carizzoni auf der Führung über das 70’000m2 grosse Hotelgelände erzählt. Mit dem Start sei er sehr zufrieden, das Deltapark befände sich zwar noch im Aufbau seiner Klientel, doch jetzt sei dieses sehr divers: «Wir haben Gäste aus verschiedensten Ecken der Schweiz, auch viele aus der Romandie», erzählt er uns – ebenfalls fliessend auf Französisch. «Auch aus dem Ausland dürfen wir viele Gäste begrüssten, etwa aus dem Nahen Osten oder aus Asien.» Geschätzt wird insbesondere die wunderschöne Lage, ab vom Massentourismus im nahegelegenen Interlaken – wer möchte, kann statt einem Hotelzimmer sogar eine der Privatvillen direkt am Wasser beziehen.

Bruno Carizzoni

Veranstaltungen und Ausflüge

Um insbesondere Schweizer Gäste und diejenigen aus dem nahen Ausland zu binden, veranstaltet das Deltapark verschiedene Anlässe, wie Kennenlern-Apéros, an welchen sich Bruno Carizzoni aber auch Direktor Mirco Plozza die Ehre geben, aber auch Konzerte auf der wunderschönen Dachterrasse und ein breites Informationsangebot an Ausflügen in die Region. Bei der Übernachtung miteingriffen ist nämlich eine Schifffahrt nach Wahl auf dem Thunersee sowie die Benützung des ÖVs, so dass man das Auto getrost auf dem Parkplatz des Hotels lassen kann, wenn man zum Beispiel die Altstadt Thuns erkunden will – was ich meinen francophonen Gästen natürlich nicht vorenthalte.

Villa thunersee

Für den Nachmittag hat Vizedirektor Bruno Carizzoni noch eine spezielle Überraschung für uns: Eine Spritzfahrt mit dem Motorboot. Dieses kann man auch ohne speziellen Bootsführerschein fahren und so wechseln wir vier Mädels uns zwischen cruisen und sonnenbaden ab, während wir die Landschaft bewundern. Die schneebedeckten Gipfel zeichnen sich klar vom strahlendblauen Himmel ab, wir sehen nicht nur die Thuner Hausberge Niesen und Stockhorn, sondern sogar Eiger, Mönch und Jungfrau. Bienvenue au Berner Oberland, les filles!