Unsere Wintertipps für Flims-Laax

Seit über drei Jahren wohne ich nun in der Region Flims-Laax-Falera. Geniesse die Bergwelt, die Sicht aus dem Garten auf die Signina Gruppe, die umliegenden Wälder und Seen. Hier kann ich in Ruhe arbeiten, mich von meinen Reisen erholen und muss auch Zuhause nie aufs Feriengefühl verzichten. Auf Tourismus, auf Menschen die von überall her kommen. Auf diese freudige Energie, die hier oben jeden Dezember Einzug hält. Und so schaut für mich das perfekte Wochenende aus, wenn die Temperaturen sinken und die Umgebung wieder das weisse Kleid trägt.

09:00 – Meine Lieblingspiste

Ich atme klare, frische Bergluft ein. Sie ist kalt. Die umliegende Bergwelt liegt noch im Schatten. Im Osten, über Trin-Mulin, geht die Sonne hoch. Nebelschwaden ziehen durchs Tal. Hier oben ist alles puderweiss. Mein perfektes Weekend in Flims-Laax-Falera starte ich auf meiner liebsten Skipiste: Von La Siala auf 2’810 m ü.M. gehts über Grauberg runter nach Startgels. Eine rasante, abwechslungsreiche Fahrt mit Aussicht auf die Tschingelhörner.

12:00 – Das beste Schnitzel weit und breit

Gegen Mittag carve ich nach Treis Palas. Der Himmel ist inzwischen stahlblau. Und nehme die Sesselbahn zum Crap Masegn hoch. Hier gibts eines der besten Schnitzel der Schweiz: im Restaurant Das Elephant. Elephant? Woher der Name, mitten in den Alpen auf 2’477 m ü.M.? Tatsächlich handelt es sich nicht um einen Fantasienamen. Im Sommer 1992 gastierte ein Zirkus nebenan auf dem Crap Sogn Gion. Der Elephant büxte aus und genoss die Ruhe und Aussicht vom drei Kilometer entfernten Crap Masegn, wo heute das Restaurant steht. Alternativ empfehle ich die Penne Vorab im Restaurant Vorab Gletscher. Sie werden frisch in der offenen Küche vor dem Gast zubereitet und sind die Leibspeise der hiesigen Skilehrer. Und schmecken göttlich!

Restauranttipp: daselephant.ch

16:00 – Sonnenbad & Huuskaffi

Zum Schluss des Skitages, die Oberschenkel inzwischen Wackelpudding, gehts in die für mich gemütlichste, charmanteste Hütte auf dem Berg. Drinnen urchig und heimelig, draussen entspannt und sonnenausgerichtet, genehmige ich mir in der Tegia Miez auf der Alp Dado einen Huuskaffi.

18:00 – Der Abend beginnt

Entweder man feiert Après-Ski mit Halligalli oder aber man begeht den Start in den Abend stilvoll: im Gin & Oyster Club. Definitiv meine Wahl. Das intime Interieur in der Bar im Hotel Arena erinnert an einen englischen Club. Serviert werden frische Austern aus Frankreich. Dazu über 30 Sorten gut ausgewählten Gin – vom Bulldog Gin aus England, über den Berliner Brandstifter bis zum Tschin aus der Surselva. Oder man wählt prickelnden Champagner und Lachsbrötchen.

20:00 – Unter Carigiets Decke dinieren

Führe ich Gäste in Flims aus, gehts jeweils ins Restaurant Cavigilli. Es befindet sich in einem der ältesten Häuser von Flims. Auf den Tisch kommt ein Kochstil, den die italienischen Gastgeber «alpin-mediterran» nennen. Eine Mischung aus leichter italienischer Küche, kombiniert mit hochwertigen, lokalen Produkten aus der Surselva. Die beiden kleinen Gaststuben sind charmant. Auch der Künstler Alois Carigiet, bekannt als Illustrator des Märchens «Schellen-Ursli», hat sich hier verewigt. Er erstellte die Decke einer der Stuben.

Restauranttipp: cavigilli.ch

9:00 – Koffeinschub und Hangover Frühstück

Als Kaffeefanatiker begnüge ich mich nur mit dem besten Kaffee von Flims. Und den gibts im Livingruhm. Björn, der Besitzer des Caffè, das sich in einer ehemaligen Schlosserei befindet, entlockt ihn für mich seiner Cimbali-Maschine. Dazu verspeise ich einen «Legends Pie». Auch dieser ist ein lokales Produkt. Hergestellt von Dale Margison, der seine Leibspeise aus seiner Heimat Neuseeland nun hier in den Bündner Bergen produziert. Für mich das perfekte Hangover-Frühstück.

Café-Tipp: livingruhm.ch
Die besten Pies: pies.ch

10:00 – Kutschenfahrt durch den Zauberwald

Der Magie des Flimserwalds mit seinen eingeschneiten Fichten und Föhren kann man sich kaum entziehen. «Man sieht hier jeden Tag was neues», sagt Sepp Christandl, seit über 30 Jahren Kutscher. Als Gast darf man sich in der Kutsche auf die braunen Lammfelle setzen und sich in eine wärmende Wolldecke einkuscheln. Oder auch neben den Kutscher Platz nehmen. Er ist ein besonnener, angenehmer Gesprächspartner. Die Fahrt zum Ausflugsziel Conn dauert etwa 40 Minuten.

12:00 – Mittagessen beim Swiss Grand Canyon

Nach Conn kommt, wer die spektakuläre Aussicht von der «Mauersegler»-Aussichtsplattform auf die Rheinschlucht, den Swiss Grand Canyon, geniessen möchte. Und verbinden lässt sich ein Besuch mit einem Mittagessen im Restaurant Conn. Speziell fein ist hier die Bündner Polenta. Zurück nach Flims, als idealer Verdauungsspaziergang, gehts am Caumasee vorbei.

Restaurranttipp: conn.ch

15:00 – Last but not least

Es ist das einzige 5-Sterne-Superior-Hotel von Flims. Und es ist eine Welt für sich. Wunderschön gelegen mit einer Parkanlage, die zum flanieren einlädt und einer der stimmigsten Wellnessanlagen, ist es für mich eines meiner liebsten Luxushotels der Schweiz. Und ein idealer Ort um das Wochenende ausklingen zu lassen: Die Wellnessoase des Hotel Waldhaus Flims ist auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich. Mein Lieblingsort hier ist die Erdsauna beim Schwimmteich am Rande eines kleinen Tannenwalds. Nach der Schwitzkur bei 70 Grad, gehts in den grossteils gefrorenen Teich – danach fühlt man sich wie neugeboren. Ready für die kommende Woche.

Hotel- und Wellnesstipp: waldhaus-flims.ch

Und noch ein paar Tipps …

Digital: Laax Inside App

Die kostenlose Laax Inside App bietet für Gäste viel Komfort. Das Angebot erstreckt sich von der Skiticketbuchung über Restaurantreservationen bis hin zum Parkticket, das man im Voraus buchen kann. Zudem bietet die App jegliche Infos von Pistenbericht bis zum Eventkalender.

Kulinarik Trails: essen ohne schlechtes Gewissen

Die Region bietet zwei Kulinarik Trails an. Der Wald & Winter Trail führt Gourmets durch den Flimserwald, der Berg & Winter Trail über Winterwanderwege durch die verschneite Berglandschaft. Bei beiden Kulinarik Trails kehrt man unterwegs in verschiedene Beizlis und Restaurants ein. So schlemmt man sich durch ein 3- oder 4-Gangmenü ohne schlechtes Gewissen – denn zumindest ein Teil der Kalorien verschwindet durchs Winterwandern unterwegs bereits wieder.

Wald & Winter Trail:
3-Gänger, 49 Franken pro Person
Berg & Winter Trail: Kleines Frühstück & 3-Gänger, 79 Franken pro Person (inkl. Bergbahnticket)

Mehr Infos: laax.com

Berhaus Bargis: ein Traum von einem Tatar

Bargis, die Alp nordöstlich von Flims, ist einer der unberührtesten Naturorte der Region. Hierher kommt man nur per Bus oder zu Fuss. Und hier im Berghaus Bargis gibt es ein äusserst schmackhaftes Tatar. Zu geniessen auf der Sonnenterrasse.

Mehr Infos: bargis-flims.ch

Tegia Curnius: einfach crazy dieses Chili con Carne

Wer mit den Skiern oder zu Fuss zur Mittagszeit am Bergrestaurant Tegia Curnius vorbeikommt, dem ist das Chili con Carne zu empfehlen. Speziell ist die Art wie es serviert wird – aber wir wollen mal nicht zu viel verraten. Nur so viel: Das Chili con Carne ist richtig lecker!

Mehr Infos: curnius.ch