Text Alexandra Friedli, Bild Olivia Gadient
Zypern – die Mittelmeerinsel punktet mit einer unglaublichen Vielseitigkeit. Antike Stätten, malerische Dörfer, türkisblaues Meer und ein spannender Mix aus griechischer und türkischer Kultur. Die Insel hat für jeden Geschmack etwas zu bieten und lässt sich auch auf eigene Faust wunderbar erkunden. Wir haben für euch ein paar Highlights zusammengestellt.

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1 | Ruinen von Salamis

Am Ufer der Famagusta-Bucht, in einer Landschaft aus Dünen und Pinienhainen, liegen die Ruinen des antiken Salamis. Zunächst eine relativ kleine Stadt, entwickelte sich Salamis im Laufe der Jahrhunderte zu einer der wichtigsten Handelsniederlassungen Zyperns und breitete sich schnell in alle Richtungen aus. Im 7. Jahrhundert, als arabische Truppen in der Bucht einfielen, wurde Salamis von seinen Bewohnern verlassen. Seither nahmen Sanddünen, stacheliges Gestrüpp und zahllose Eidechsen von ihr Besitz.
Nur ein Bruchteil von Salamis ist bis heute freigelegt. Dennoch ist die Stadt die wohl bedeutendste kulturelle Sehenswürdigkeit Nordzyperns. Zu den imposantesten Überresten von Salamis zählen das Gymnasium, die Thermen und das Theater.

2 | Larnaca

Der Charme von Larnaca, Zyperns ältester Stadt, liegt insbesondere in der schön gestalteten Promenade entlang des Stadtstrands und der daran angrenzenden Altstadt. Hier am Wasser herrscht den ganzen Tag geschäftiges Treiben. Zahlreiche Cafés, Restaurants und Souvenirverkäufer locken Einheimische wie Touristen gleichermassen. Die Promenade endet auf der einen Seite am Yachthafen, auf der anderen Seite am alten Fort. Etwas ausserhalb der Stadt liegt der Salzsee Hala Sultan Tekke und die gleichnamige Moschee. In den Wintermonaten kann man hier Flamingos beobachten. Im Sommer jedoch liegt der See trocken und ist von einer dicken Salzkruste bedeckt.

3 | Art Café 1900

Das Art Café 1900 liegt am Rande von Larnacas Altstadt in einem herrlichen alten Stadthaus. Der Name «Art» kommt dabei nicht von ungefähr. In jeder Ecke und an jeder Wand gibt es etwas zu entdecken: Gemälde und Fotos aller Grössen und Stile, kitschige Vasen oder bunte Kerzen – man wähnt sich eher im Museum, als im Restaurant. Das Wirtepaar, das 2013 das 20-jährige Bestehen des Art Cafés feierte, serviert eine kleine aber feine Karte an zypriotischen Spezialitäten. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich eine kleine feine Bar mit rockigem Ambiente. Hier werden über 140 Whisky- und 90 Biersorten kredenzt.

Café Art Café 1900, Stasinou Street, Larnaca, artcafe1900.com.cy

4 | Skarinou

Das hübsche Dörfchen Skarinou liegt etwa 30 km von Larnaca im Landinneren. Der idyllische Ort wird aufgrund seiner Schönheit und Hügellage mit Blick aufs Meer zunehmend von Urlaubern entdeckt. In Skarinou sind die meisten Häuser nach traditioneller zypriotischer Art gebaut – aus Stein und liebevoll verziert. Auch zieht die Gegend um das Dorf Wanderer und Vogelbegeisterte an. Doch trotz stetigem Wachstum, das Dorf zählt keine 400 Einwohner und verfügt abgesehen von drei kleinen Dorfkirchen über keine spezielle Sehenswürdigkeit. Doch eben diese Ursprünglichkeit und beschauliche Ruhe macht Skarinou zu einem lohnenden Stop.

5 | Petra tou Romiou

Dieser herrliche Strand liegt an der Küstenstrasse zwischen den Orten Pafos und Limassol im Südwesten der Insel. In der Tiefe wachsen riesige Kalksteinbrocken aus dem Meer. Hier am Petra tou Romiou, am «Stein des Griechen», verschmelzen die Elemente zur perfekten Bilderbuchidylle. Blaugrünes Wasser trifft auf weissen Fels und bunte Kiesel. Doch nicht nur seine Schönheit macht diesen Ort zu einem der meist besuchten Stränden Zyperns: Der Legende nach wurde genau hier Aphrodite, die griechische Göttin der Schönheit und der Liebe, geboren und entstieg hier dem Meer. Wie es sich für einen magischen Ort gehört, steht hier ein Wunschbaum, behängt mit Taschentüchern und Stoffbändchen voller hoffnungsvoller Liebeswünsche.

6 | Voreas Taverna

Die Taverne Voreas befindet sich in einem alten Steinhaus mitten im Zentrum von Oroklini, einem kleinen Vorort von Larnaca. Das Restaurant serviert rund 30 kalte und warme Meze aus der zypriotischen und griechischen Küche. Diese kann man entweder à la carte, einzeln oder als Menü ab zwei Personen bestellen. Darunter finden sich Köstlichkeiten wie fritierte Zucchini, gesalzene Artischocken, verschiedene Dips und Fleischspiesse vom Grill. Das Personal ist freundlich und die Preise mehr als fair. So verwundert es nicht, dass der Gastraum und der grosszügige Innenhof vollbesetzt sind mit Einheimischen und Touristen.

Essen Voreas Taverna, Andrea Dimitriou 3, Oroklini, Larnaca

7 | Burgruine St. Hilarion

Die Burgruine liegt im Norden von Zypern oberhalb von Girne (Kyrenia) auf einer Felskuppe (732 m ü. M.). Diese Höhenlage auf einem steilen Kalkfelsen eröffnet eine atemberaubende Sicht über Girne und die Küstenlinie. Die riesige Burganlage wurde unter schwierigsten topographischen Bedingungen erbaut und hat eine ereignisreiche Geschichte hinter sich. Ende des 15. Jahrhunderts schliesslich wurde St. Hilarion von Venedigs Machthabern geschliffen und sank danach in einen jahrhundertelangen Dornröschenschlaf. Heute ist die Burg im Zustand des «gedrosselten Verfalls»: die mittelalterlichen Ruinen wurden zwar abgestützt und konserviert, aber nicht rekonstruiert. Gerade dies aber macht den Reiz von St. Hilarion aus. Könnten die alten Mauern sprechen, welch spannende Geschichten wüssten sie den Besuchern zu erzählen!

8 | Hafen von Girne/Kyrenia

Die Hafenstadt Girne (ursprünglicher griechischer Name: Kyrenia) liegt an Zyperns Nordküste, im türkisch besetzten Teil der Insel. Neben dem alten Stadtkern zieht besonders der kleine Fischerhafen mit der Festung und dem alten Leuchtturm die Besucher an. Rund um den Kai scharen sich Cafés, Bars und Fischrestaurants und locken die Besucher mit türkischen Spezialitäten und Wasserpfeifen. Dabei kann man gemütlich die einheimischen Herren beim Brettspiel und Kaffeetrinken beobachten oder sich am Anblick der vorankerliegenden Schiffe erfreuen.

9 | Nikosia’s Altstadt

Nikosia ist die letzte geteilte Hauptstadt der Welt. Die Grenze zwischen Nord- und Südzypern, also zwischen türkischsprachigem und griechischsprachigem Teil, verläuft mitten durch die Altstadt. Diese ist immer noch vollständig von der imposanten venezianischen Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert umgeben und beherbergt die Hauptsehenswürdigkeiten von Nikosia.

Im südlichen Teil der Altstadt verläuft die lebendige Fussgängerzone Ledrastrasse mit vielen Cafés, Boutiquen und Restaurants. Auf halbem Weg gelangt man an den Grenzübergang, den man gegen Vorzeigen des Reisepass in der Regel problemlos überquert. Dahinter folgen die Hauptgassen der türkisch-zypriotischen Altstadt. Zentrum hier ist die Hauptmoschee Zyperns, die Selimiye-Moschee.

10 | Hamam Omerye

Das Hamam ist ein historisches Juwel mitten in der der Altstadt von Nikosia. Das beeindruckende Gebäude mit der Dom-artigen Kuppel wurde 1570 von den Osmanen errichtet und wurde bereits mit dem Europa Nostra-Preis für die Erhaltung architektonischen Erbes ausgezeichnet. Nach einer grosszügigen, aber sanften Renovation 2012 hat sich das Omerye zu einer beliebten Oase für Einheimische und Touristen gleichermassen entwickelt.
Wie in einer anderen Welt zu einer anderen Zeit fühlt man sich in diesem alten Gemäuer. Ausser gelegentlichem Flüstern und dem Platschen von Wasser herrscht Stille im Omerye. Der Gast hat die Wahl zwischen einer Vielzahl an Behandlungen für Körper und Seele. Ob eine Kopfmassage, Akupressur oder die traditionelle Schaummassage «Kesse Borek».

Wellness Hamam Omereye, Plateia Tyllirias, Nikosia, hamamomerye.com

Für Euch auf Zypern unterwegs

Olivia-Gadient-PortraitFotografin: Olivia Gadient (28)

Die junge Bündnerin ist gerne unterwegs, egal ob im urbanen Raum – sie liebt Zürich – oder draussen in der Natur. Ihr Motto lautet: «I would rather die of passion, than of boredom». Mit ihren beiden Leidenschaften, dem Reisen und der Fotografie, kann sie das bestens ausleben.

Alexandra Friedli PortraitAutorin: Alexandra Friedli (31)

«There’s no place like home» – und trotzdem ständig in Aufbruchstimmung. Heimisch in Zürich braucht die Teilzeit-Autorin und Hobby-Fotografin regelmässig kleine und grosse Fluchten in fremde Länder. Ist sie zu Hause, kocht sie am liebsten ausländische Gerichte nach oder liest Geschichten aus vergangenen Zeiten.