Wohin am Wochenende? Wir fragten die Schweizer Reiseblogger.

Wer kennt es nicht: Man will raus aus dem Alltag, hat Lust auf einen Städtetrip oder ein Wellnesswochenende. Nur wohin soll es gehen? Bei der Planung des Wochenendes stellt man fest: Die Suche nach der richtigen Destination braucht viel Zeit und kann frustrierend sein. Um Ihnen das Leben einfacher zu machen, fragten wir bei den Schweizer Reisebloggern nach: Was sind deren Lieblingsdestinationen für einen Wochenendausflug? Und das sind ihre Tipps.

Ellen Gromann findet: London geht immer

Seit Jahrzehnten führt London meine imaginäre Liste an. London geht immer! London passt zu jeder Stimmung und jeder Laune. Ich liebe das lebhafte Treiben auf Londons Strassen. Egal ob beim Shopping auf der Oxford Street oder zwischen bunten Paradiesvögeln, die in Covent Garden ihre Künste darbieten. Hier regiert das pralle Leben!

Wenn ich es ruhiger möchte, verziehe ich mich in den St. James-Park oder raus aus der Stadt in den zauberhaften Park von Hampton Court. Auch ein Spaziergang entlang der Themse darf bei einem Besuch in London nicht fehlen. Am liebsten mit einem «very british» Afternoon Tea im Anschluss.

Die feinen Künste geniesse ich in einer der zahlreichen Kunstausstellungen. Die Tate Modern mag ich besonders gerne. Vom ihrem Restaurant aus hat man einen umwerfenden Blick auf die City.

Je nach Lust und Laune lockt am Abend ein Besuch im Theater, in einem der zahlreichen Musicals, oder ganz einfach ein nettes Restaurant in dem ich einen «relaxed evening for two» geniessen kann. Mein Tipp für Freunde von Fisch und Meeresfrüchten: Fishworks in Marylebone. Köstlich! London passt einfach immer!

Ellen Gromann
Patotra | Passion to Travel

patotra.com

Petra Wittmann hat sich in Split verliebt

Viele Sommer meiner Kindheit habe ich auf kroatischen Inseln verbracht – die Überfahrt mit der Fähre war fast immer ab Split. Bis ich eines Tages die Stadt selbst entdeckt habe. Seither ist Split für mich mehr als nur der Fähr-Hub zum Sommerurlaub.

Der 1.700 Jahre alte Palastkomplex von Kaiser Diokletian – von der UNESCO als Weltkulturerde geadelt – nimmt rund die Hälfte des Zentrums ein und ist bis heute das Herz der Hafenstadt. Zwischen römischen Säulen, Toren und Überresten der Mauer kann man sich in Strassencafés, gemütlichen Bars, und trendigen Läden die Zeit vertreiben.

Lust auf Meer? Von Mai bis September ist es warm genug um zu schwimmen. Rund um Split gibt es mehrere Strände, die leicht zu Fuss zu erreichen sind. Wer mehr Zeit hat, kann mit der Fähre oder dem Taxi-Boot auf eine der nahen Inseln fahren – Hvar, Brac oder Ciovo sind quasi vor der Haustüre.

Split bietet auch ein buntes Nachtleben – von der gemütlichen Bar über urbane Lounges bis hin zu Open Air Kinos und Clubs.

Mein Hoteltipp für Split

Mein Lieblingshotel ist das Le Méridien Lav in Podstrana, ca. 7 Kilometer südlich vom Stadtzentrum. Das Design-Hotel liegt an einem schönen Strand mit netten Bars und Restaurants und die Terrasse des Hotels ist definitiv der beste Platz für einen Sundowner.

Petra Wittmann
Travelistas | Die Reise-Insider

travelistas.info

Simon Zryd und Fränzi Zürcher gefällts in Nizza

Nizza hat alles zu bieten, was das Reiseherz begehrt: Azurblaues Meer, mediterranes Klima, eine wunderschöne Altstadt mit verwinkelten Gassen, ausgezeichnetes Essen und nicht zuletzt die berühmte Promenade des Anglais direkt am Meer.

Ganz nebenbei hat sie kleine Vorteile an jeder Ecke zu bieten, sie ist günstig und vor allem sehr schnell zu erreichen, besonders da der Flughafen unweit vom Zentrum der Stadt entfernt liegt. Gemütlich ist, dass du von der kilometerlangen Promenade zur Plattform mit gigantischer Aussicht weiter durch die Altstadt bis hin zur Shopping-Strasse alles problemlos zu Fuss gehen kannst.

Dass täglich ein gemütlicher Markt stattfindet und viele Bars auf dich warten, rundet das perfekte Bild ab. Falls du trotzdem, was ich mir nicht vorstellen kann, genug von der Stadt hast, kannst du immer noch einen Abstecher ins direkt daneben gelegenen Monaco machen.

Unser Übernachtungs-Tipp in Nizza

Das Airbnb: Stylish flat in historical centre vom Gastgeber Horace.

Simon Zryd & Fränzi Zürcher
um die Weltreise | für Backpacker mit Stil

umdieweltreise.ch

Inge Jucker geniesst Thailand am Hallwilersee

Ab- und eintauchen, sich gepampert fühlen und den Rest der Welt vergessen
– das sind für mich immer die schönsten Wochenenden. Und kürzlich bin ich dazu für eine Reportage nach Meisterschwanden am Hallwilersee gefahren.

Mein Hoteltipp am Hallwilersee

Im Seerose Resort & Spa trifft Thailand auf die Schweiz – im Spa und im Restaurant. An beiden Orten sind die reinsten Verwöhnstunden angesagt: Cocooning auf angenehm hohem Niveau im Thai-Spa – da fühlt man sich wirklich fast wie in Thailand –, und beim Abendessen im Restaurant Samui-Thai bleiben auch keine Wünsche offen. Wer es weniger mit der Thai-Küche hat, lässt sich im stylischen Restaurant Cocon oder in der klassischen Seerose verwöhnen. Die Suiten im jüngsten Anbau «Cocon» (über dem Spa gelegen) erinnern ein wenig an Bootshäuser, was natürlich prima zur Seeatmosphäre passt. Zudem weisen sie Besonderheiten auf: Beispielsweise sind die Balkone der Suiten auf der Südseite mit Badewannen ausgestattet. Mit Blick auf den Hallwilersee in der Wanne liegen, ein Glas Sekt in der Hand … so geht ein genussreicher Tag einem wohligen Ende entgegen.

Inge Jucker
Travel-Experience.ch

travel-experience.ch

Michael Frei empfiehlt den Lago Ritom

Lago Ritom – Wer ein wenig Italienischkenntnisse hat, ahnt es bereits: Hier trifft man auf einen See. Jein! Den dich erwarten gleich 7 Bergseen umgeben von traumhafter Bergkulisse. Aktiv bietet der Lago Ritom nicht nur Wanderungen für jede Kondition rund um die sieben Seen, auch Biker kommen im Pioara Tal auf ihre kosten. Wer sich lieber etwas tiefer mit der Natur auseinandersetzt, kann sich auf den eigens dafür angelegten Naturlehrpfad begeben oder sich von einem Guide die vielfältige Blumen Fauna zeigen lassen. Für mich ist der Lago Ritom ein kleines Paradies, da ich seit meinem Besuch gerne weiterempfehle.

Mein Hoteltipp für den Lago Ritom

Das Berggasthaus Lago Ritom eroberte mein Herz mit traditionellen Spezialitäten aus dem Tessin, welche von der Besitzerin nach Familienrezept hausgemacht werden und der herzlichen Gastfreundschaft des Wirtenpaars. Erholen vom Schlemmen und Wandern kann man sich wunderbar in den grosszügig angelegten Zimmer mit grossen Badebereich. Fast ein wenig wie in einer Suite kommt man sich vor, betrachtet man den Preis von CHF 45.-, ist dies nicht nur fast ein Geschenk.

Michael Frei
Frei auf Reisen seit 1983

freiaufreisen.com

Reni und Marcel Kaspar tauchen gerne in fremde Welten ein

Egal zu welcher Jahreszeit, Bozen ist immer ein Kurztrip wert. Nur wenige Autostunden und wir tauchen in eine andere Welt ein. Das italienische Flair gemischt mit der österreichischen Gemütlichkeit macht die Landeshauptstadt des Südtirols einzigartig. Wir lieben die lockere, entspannte Atmosphäre der Südtiroler, das gute Essen, die Espressi, die Berge und Schlösser.

Am Schönsten ist es, beim Walther Platz einen ersten Kaffee zu geniessen und Leute zu beobachten. Danach durch die Gassen und Lauben der Altstadt schlendern, am Obst- und Gemüsemarkt lokale Spezialitäten probieren – ein Traum für Feinschmecker – und auf einen Aperitivo in einem der gemütlichen Bistros einkehren. Von Frühling bis Herbst ist jedermann auf der Strasse. Besonders in den späteren Nachmittagsstunden ist die Stimmung ausgelassen und wir spüren die Lebensfreude der Bozner.

Kulturell, kulinarisch und architektonisch ist Bozen für uns der perfekte Wochenend Ausflug. Schlösser im Duzend und die Dolomiten gleich um die Ecke. Ein Traum.

Unser Hoteltipp für Bozen

Die Villa Anita hat beide Weltkriege unversehrt überstanden und wird heute in der 4. Generation von den Erben bewohnt. Die oberen Stockwerke wurden 2013 für Gäste renoviert – hier logiert es sich stilvoll.

Reni & Marcel Kaspar
Swiss Nomads

swissnomads.ch

Walter Schärer und Katja Birrer ziehts am Wochenende auf den Bauernhof

Als Reiseblogger sind wir ja «berufshalber» viel unterwegs. Doch suchen wir nicht die Ferne sondern die Nähe, dann zieht es uns für Kaffee und Kuchen in die Jucker Farm: Am Obersee bei Rapperswil-Jona und am Pfäffikersee bei Seegräben haben die umtriebigen Farmer zwei idyllische Paradiese geschaffen!

Der Bächlihof – Obst und Kürbis ohne Ende

Auf 400m2 wählt man im Hofladenrestaurant zwischen allerlei Bio-Gemüse auch mal geröstete Chili-Kürbiskerne oder eine feine Wurst aus, während draussen die Kinder auf dem Naturspielplatz toben und die Strohhüpfburg zum Zittern bringen. Deren Staub jedenfalls…
Je nach Saison wachen meterhohe Stroh- oder Kürbisfiguren über die Anlage. Im Sommer herrscht ein munteres kommen und gehen zu Bratwurst und Büürli, im Winter wärmt man sich mit Vorteil am Cheminée an der würzigen Kürbissuppe oder einem Flammkuchen frisch ab Ofen.

Der Juckerhof hoch über dem Pfäffikersee

Beim Juckerhof liegt das Schwergewicht auf Äpfeln. Entsprechend kann man sich in drei verschiedenen Apfel-Irrgarten verlieren. Immerhin auf lehrreiche Art, denn entlang des Apfelbaumlabyrinths stehen Lehrtafeln mit Informationen über die Apfelbäume.
Neben dem wiederum sehr gelungenen, rustikalen Hofladen mit selbstgemachten und regionalen Produkten sticht im Juckerhof die bestechende Aussicht auf den Pfäffikersee ins Auge. Hier auf der Terrasse gemütlich einen Latte zu schlürfen, gehört zum Besten, was man sich an einem langsamen Sonntagnachmittag gönnen kann.

Juckerhof Dorfstrasse 23, 8607 Seegräben Bächlihof Blaubrunnenstrasse 70, 8645 Jona, juckerfarm.ch

Walter Schärer & Katja Birrer
reisememo.ch | Schweizer Reiseblog über einmalige Reiseerlebnisse

reisememo.ch

Sarah Althaus sucht die Ruhe into the wild

Um der Stadt ein bisschen entfliehen zu können, zieht es mich immer wieder in die Berge. Mein liebster Platz dort ist am Seebergsee, am Übergang vom Simmental zum Diemtigtal im Berner Oberland. Der kleine Bergsee gilt als Geheimtipp und garantiert Natur pur. Nur wenige verirren sich dahin und die, die den Weg finden, sind dort, um die Seele baumeln zu lassen, die frische Bergluft und das Panorama zu geniessen.

Vom Parkplatz Meienberg führt die angenehme 3-Stunden-Wanderung über Muntigrabe, Stierenseeberg zum Seebergsee. Wer eine Herausforderung sucht, nimmt den Weg bereits ab Zweisimmen oder Oey-Diemtigen unter die Füsse.

Mein Hoteltipp am Seebergsee

Um den fantastischen Ausblick in vollen Zügen zu geniessen sowie die ganz spezielle Abend- und Morgenstimmung auf der Alp nicht zu verpassen, der übernachtet gleich beim Seebergsee. Das Bergrestaurant Stierenseeberg verwöhnt nämlich mit traditioneller Kost, einem Hot-Pot und Übernachtungsmöglichkeiten im Massenlager. Wer hier einmal die Sonne hinter den Berggipfeln verschwinden sieht, wird noch lange davon träumen….

Sarah Althaus
Rapunzel will raus | Deine Informationsquelle zu Welt- & Langzeitreisen

rapunzel-will-raus.ch

Das zweite Zuhause der Gebrüder Grüter: Mon im Mittelbünden

Bereits seit 50 Jahren besitzt unsere Familie ein Ferienhaus im Bergdorf Mon. 80 Einwohner und ca. 200 Kühe teilen sich die schöne Aussicht und die grünen Bergwiesen.

Die Albula Region geniesst wenig Aufmerksamkeit im Kanton. Weil nichts Besseres gefunden wurde, nennt man die Gegend schlicht Mittelbünden. Das Gebiet hat kaum politische und wirtschaftliche Relevanz. Abwanderung bedrohen die Berg- und Talschaften. Genau diese Ruhe und Ursprünglichkeit sind aber aus unserer Sicht Gold wert! Der Erholungsfaktor ist riesegross! Wanderungen ohne einer einzigen Person über den Weg zu laufen sind nicht selten. Zusätzlich zeigen die Bewohner ihren innovativen Geist und lancieren spannende Projekte. Eines davon ist die Skateline in Surava, die dem Dorf im Winter Leben einhaucht.

Unser Geheimtipp

Vom Weiler Munter aus führt ein herrlicher Bergspaziergang nach Ziteil. Dies ist mit 2434 Metern über Meer der höchstgelegenste Wallfahrtsort Europas. Mit etwas Glück begegnest du einem Gämsli. Die Murmeltiere sind so oder so steter Wegbegleiter.

Raffael & David
Reise Inspiration | Ideen die beflügeln

reiseinspiration.ch