Wellness und Erholung im Engadin

Text Martin Hoch
Ankommen. Ein Wort, das erst durch das Erfahren seine wahre Bedeutung erhält. An diesem prachtvollen, sonnigen Herbsttag Ende Oktober checke ich im Hotel Saratz in Pontresina ein. Ich beziehe mein Zimmer. Da steht eine zum Fenster ausgerichtete Liege. Mit Aussicht auf den schneeverhangenen Roseggletscher und die zu dieser Jahreszeit gold leuchtenden Lärchen des Engadin. Ich setze mich hin, schaue raus, versinke in dieser pittoresken Landschaft. Da löst sich meine Körpermuskulatur, ich schnaufe tief ein und aus. Ein Lächeln entspannt mein Gesicht: Ich bin angekommen.

Wellness – also sich wohlfühlen, sich erholen, ja sich dem Müssiggang hingeben, beginnt genau in diesem Moment, zu dem Zeitpunkt an dem man angekommen ist. Das Engadin eignet sich hervorragend für ein Wellnesswochenende. Wir zeigen Ihnen weshalb: Das sind unsere 10 Gründe für ein Wellnesswochende im Hotel Saratz im Engadin.


Pontresina

1 | Hotel an bester Lage im Engadin

Das Engadin, ein Hochtal von 80 Kilometer Ausdehnung, unterteilt sich ins Ober- und Unterengadin und liegt im Kanton Graubünden – im Südosten der Schweiz. Das Hotel Saratz befindet sich in Pontresina, im Oberengadin. In dessen unmittelbarer Nähe finden sich Gletscher, hochragende Berge, Seen und Flüsse. Doch lassen wir die Bilder sprechen. Der passionierte Amateurfotograf Mathias Berchtold aus Basel hielt für uns die zauberhafte Herbststimmung des Engadin, genannt «Goldener Herbst», fest.

Saratz LogoHotel Saratz

saratz.ch

Via da la Staziun 2
CH – 7504 Pontresina | St.Moritz
Tel: +41 (0)81 839 40 00
E-Mail: info@saratz.ch

2 | Das Oberengadin: Ein Sonnenverwöhnter Ort

Mit durchschnittlich 322 Sonnentagen im Jahr – das ist Schweizer Rekord – ist das Oberengadin ein idealer Ferienort. Während im Winter in Zürich der Nebel tief hängt, küsst einem im Engadin die Sonne das Gesicht. Gleichzeitig sind im Sommer die Temperaturen gemässigt – Nuot Saratz erzählt: «Mein Vater sagte immer, spätestens wenn die Damen an heissen Sommertagen in Zürich mit ihren Highheels einsinken, kommen sie zu uns ins Engadin.»

Schweizer Rekord: 322 Sonnentage im Jahr

3 | Familiäre Atmosphäre

Nuot Saratz führt das Hotel als Verwaltungsratspräsident bereits in der fünften Generation – das Hotel feiert dieses Jahr das 150-jährige Bestehen. Angefangen hat alles mit Gian Saratz, der sich Mitte des 19. Jahrhunderts aufmachte, das Glück fern der Heimat zu finden. Als Patissier arbeitete er in Frankreich und kehrte Jahre später als gemachter Mann ins Engadin zurück. Er bezog mit seiner Familie ein Bauernhaus gegenüber der Dorfkirche und baute 1865 den Heustall zur Pension um. Später wurde aus der kleinen Pension ein stolzes Hotel und über all die Epochen verwirklichte die Familie Saratz mehrere Gebäude Erweiterungen – aber stets so, dass das Hotel bis heute als eine stimmige Einheit dasteht. Die Geschichte ist noch immer erlebbar: Wenn man im Jugendstilrestaurant diniert oder in der Arvenstube, wo einst die Nonna für ihre Enkel Socken strickte, das Mittagessen einnimmt. Das Hotel strahlt eine familiäre Atmosphäre aus – man befindet sich hier fernab des unpersönlichen Hotelketten-Feelings.

Fernab des unpersönlichen Hotelketten-Feeling

4 | Ein Ort der Erholung

Das ganze Hotel ist darauf ausgerichtet, dass sich der Gast wohl fühlt und sich vor allem erholen kann. Die Bar lädt, während das Feuer im Cheminée brennt, zum Zusammensitzen ein. Die Bibliothek ist ein idealer Rückzugsort, um sich bei der Zeitungslektüre übers Tagesgeschehen zu informieren und die Terrasse mit Sicht ins Rosegtal ist ein Paradies für Sonnenanbeter. Die Hotelzimmer bieten, nebst Sicht auf die umliegende Bergwelt, Sofas und Sessel, um es sich gemütlich zu machen. Sie sind geschmackvoll, zeitlos eingerichtet und bieten jeglichen Komfort, den man sich wünscht. Und dann wäre da noch die Wellnessoase des Hauses. Ein kleiner, feiner Ort der Erholung. Inklusive Saunen, Dampfbäder, Erlebnisduschen, wie auch Massagen und Beautybehandlungen. Eine Massage sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Ausgebildete Masseurinnen aus dem Engadin legen Hand an – das Angebot ist vielfältig: von der Hotstone Massage, über medizinische Massagen bis zur Kräuterstempelmassage. Für letztere werden Kräuter aus der umliegenden Bergwelt verwendet.

Geschmackvoll und zeitlos eingerichtete Zimmer

5 | Outdoor Paradies

Sollten Sie sich aktiv erholen wollen: Es gibt wohl wenige Regionen mit dieser Dichte an sportlichen Aktivitäten. Im Winter wie auch im Sommer. Im Winter populär ist Langlauf und Skifahren. Das Hotel bietet einen Shuttle Service ins nahegelegene Skigebiet von Celerina. Im Sommer ist das Engadin ein Paradies für Wanderer und Biker. Dies nebst unzähligen weiteren Aktivitäten. Interessant für Sommergäste: Ab der zweiten Nacht erhält man die Tickets für die Bergbahnen, wie auch für den öffentlichen Verkehr des Oberengadins kostenlos.

Unser Tipp:

Eine Wanderung zur Segantinihütte. Hier verbrachte der Maler Giovanni Segantini seine letzten Tage – er wollte hier Werke für die Pariser Weltausstellung fertigstellen – bevor er unverhofft in der Hütte oberhalb von Pontresina verstarb.

6 | Naturgewaltige Ausflugsziele

Wer das Oberengadin erkunden will, jedoch eine weniger aktive Variante vorzieht, auch dem eröffnet sich von Pontresina aus eine Vielzahl an Möglichkeiten. Wir empfehlen folgende drei Destinationen: Rosegtal, Stazersee und Morteratschgletscher.

Stazersee Ein herrlicher, nur 30-minütiger Spaziergang entlang des St. Moritzer See, führt zum Stazersee. Ein Idyll mitten im Wald, inklusive einem Restaurant für den kleinen Hunger. Fragen Sie im Hotel nach den Öffnungszeiten des Restaurants, da es in der Zwischensaison jeweils geschlossen bleibt.

Rosegtal Von Pontresina aus fahren Kutschen durchs Rosegtal zum Restaurant Roseg. Geniessen Sie hier am legendären Dessertbuffet den Blick auf den Roseggletscher. Sollten Sie noch Energie haben, lohnt sich der Rückweg zu Fuss – eine zweistündige Kurzwanderung durch den zauberhaften Wald.

Morteratschgletscher Ausgangspunkt für einen Spaziergang zum Morteratschgletscher ist der kleine Bahnhof der Rhätischen Bahn, gleich vor dem Hotel Morteratsch. Auf dem Weg zur Gletscherzunge zeugen Zeittafeln vom Rückgang des Gletschers. Nach dem Spaziergang empfehlen wir eine Erfrischung in der Alpschaukäserei. Diese befindet sich auf der Rückseite des Hotel Morteratsch.

Drei fantastische Ausflugsziele

7 | Kunstgenuss

Kunst hat im Engadin einen hohen Stellenwert. Diese Kultur pflegt auch das Hotel Saratz: Erika Saratz kuratiert laufend Ausstellungen im und ums Hotel herum. Aktuell stellt das Malanser Künstlerpaar Maria und Peter Leisinger ihre charakterstarken Holzfiguren aus. Dies noch bis zum 2. April 2016. Ausserdem komponierte Richard Strauss hier im Hotel Saratz zwei seiner Werke und sagte: «Es gibt nur ein Engadin auf der ganzen Welt. Wir sind restlos begeistert und schlürfen die Luft der Gemsen wie französischen Champagner!»

Das Malanser Künstlerpaar stellt charakterstarke Holzfiguren aus

8 | Kulinarik

Gourmets werden im Hotel Saratz verwöhnt. Das Restaurant verfügt über mehrere, ganz unterschiedliche Lokalitäten: Ein geschichtsträchtiges Jugendstilrestaurant – das kulinarische Zentrum des Hotels, hier nimmt man auch das Frühstück ein. Ein Fondue- und Raclettestübli, genannt «La Cuort», für heimelige Winterabende. Im Sommer offen ist das Café Bagnera, das sich draussen am Swimmingpool befindet und Snacks, Grilladen wie auch Salate anbietet. Nicht zu vergessen, die Pitschna Scena, ein urgemütliches urchiges Restaurant. Hier werden genauso Speisen aus Asien, beispielsweise ein Thai Curry, wie auch Capuns aus dem Engadin serviert. Der Weinkeller des Hauses verfügt über 250 Weine – da sollte für jeden der Passende dabei sein.

Es gibt Thai Curry wie auch Capuns

9 | Gute Stimmung

Das Pitschna Scena ist nicht nur ein Restaurant, sondern auch, einige würden sagen vor allem, eine Bar. Pitschna Scena ist ein rätoromanischer Name, heisst aber nicht, wie ein Deutschschweizer vielleicht denken würde: Szene Beiz, sondern: Kleine Bühne. Eine Bühne auf der auch schon ganz Grosse der Schweizer Musikszene auftraten: 77 Bombay Street oder auch Pegasus. Und wer beim Namen auf Szene Beiz getippt hätte, liegt doch nicht ganz falsch, denn das Pitschna Scena ist die In-Bar in Pontresina – hier treffen sich die Einheimischen, wie auch die Gäste des Hotel Saratz. Das zentrale Element ist die Bar selber, ein wahres Kunstwerk, das der Schweizer Bildhauer und Eisenplastiker Hans Bernhard Luginbühl erstellte.

Pitschna Scena: die In-Bar in Pontresina

10 | Nachhaltigkeit

Ökologische Nachhaltigkeit ist beim Hotel Saratz nicht nur ein Lippenbekenntnis. Davon zeugt die vor einem Jahr fertiggestellte geothermische Energieerzeugnis-Anlage, die das Hotel mit Erdwärme versorgt. Die dadurch gewonnene Energie versorgt das hauseigene Hallenbad, die Wellnesszone, wie auch den Grossteil der Hotel Räumlichkeiten. Rund 80’000 Liter Heizöl werden jährlich gespart, gekostet hat es das Hotel über 3.5 Millionen Schweizer Franken. Zudem wird der gesamte Strombedarf mit erneuerbarer Energie der Elektrizitätswerke Pontresina gedeckt. Und es ist für das Hotel ein Selbstverständnis, dass bei der Abfallentsorgung, beim Einkauf und Wasserverbrauch auf das Wohl der Natur Rücksicht genommen wird. Wir finden: Sympathisch.

Martin-Hoch-PortaitMartin Hoch (35)

GlobeSession.com

Martin Hoch widmete die letzten Jahre dem Reisen. Ob mit der Bahn, Bus, Segelschiff oder umgebauten VW-Bus, wichtig waren ihm die Begegnungen mit Menschen, angetrieben hat ihn die Liebe zur Natur.