Life is Grand – Das Schweizer Wunderland

Text Martin Hoch, Bild Kameha Grand, Zürich
In der Hotellobby wird mir gleich klar: Dieses Hotel ist anders. Die Dekoration ist eine Mischung aus Glamour-Elementen und einer Traumkulisse im Stile von Alice im Wunderland – sie ist verspielt, erwachsen und doch voller kindlicher Leichtigkeit. Da steht beispielsweise eine überdimensionierte, mehrere Meter hohe Vase mit einer Kunstblume drin – sie erinnert mich an die gigantischen Pilze in Alices Traumwelt. Gleichzeitig macht der niederländische Designer Marcel Wanders, der für das kreative Feuerwerk im Haus zuständig ist, den Schweizer Avancen: Über der Reception hängen riesige Schweizer Kuhglocken und an den verschiedensten Orten im Hotel begegnet man den Scherenschnitten aus dem Berner Oberland – wenn auch etwas eigen interpretiert. «Es ist uns jeweils ein Anliegen lokale Elemente in unser Design mit einzubeziehen, wir möchten den Gästen klar vermitteln, an welchem Ort sie hier ankommen», sagt Wanders. Alles klar: Ich bin also im Schweizer Wunderland gelandet.

Ich mag das verspielte – ein Geschäftsmann allerdings, der sich die klassischen Businesshotels gewohnt ist, wird sich wohl zuerstmal innerlich neu orientieren müssen. Was ja nicht unbedingt schadet. Aber begleiten Sie mich doch auf einen Rundgang durchs Hotel.


Zürich

Kameha Grand Zürich LogoKameha Grand Zürich

kamehagrandzuerich.com

Dufaux-Strasse 1, Ecke Thurgauerstrasse
8152 Glattpark | Zürich, Schweiz
Tel: +41 (0)44 525 50 00
E-Mail: zuerich@kameha.com

Ein Stadthotel für Geschäftsleute, wie auch für Touristen, die Zürich erkunden möchten.

Hotelzimmer

Das Kameha Grand besitzt 245 Hotelzimmer. Auch hier liegt das Design zwischen stilvoll und verspielt kreativ – die Wände gleichen riesigen Schokoladentafeln und in jedem Zimmer steht ein goldener Tresor, in dessen innerem sich eine Minibar, ein Safe, sowie eine Nespresso-Maschine verbergen. Mein Highlight: Der Fernseher lässt sich drehen, so ist der TV-Genuss vom Bett aus genauso möglich wie bei einem heissen Bad aus dem offenen Badezimmer heraus.

Elf der Zimmer sind Themenzimmer: Es gibt mitunter eine Gentleman Suite, die besitzt einen eigenen Roulette Tisch im Zimmer und das Dekor lehnt an die Welt von James Bond an, eine Burlesque Suite im Stile von Fifty Shades of Grey – ein Spielzeugkoffer für Liebestolle steht bereit und ist inklusive oder auch eine Fitness Suite: Hier lassen sich die Muskeln an einer Kraftmaschine stählen und es darf auf dem Laufband geschwitzt werden.

Gastronomie

Mit seinen zwei Restaurants möchte das Kameha Grand in Zürich punkten und auch Gäste von extern ins Hotel locken. Das Yu Nijyo, der Name verrät es, ist ein japanisches Restaurant, zusätzlich lässt sich im italienischen Restaurant Unico dinnieren.

Der Einstand gelang: Alexander Kühn vom Tagesanzeiger schrieb in seiner Kritik über das japanische Restaurant Yu Nijyo: «Man muss vorsichtig sein mit Superlativen. Doch was soll man tun, wenn einer so wundervoll kocht, dass man als Kritiker selig lächeln möchte wie ein Bär im Honigspeicher einer Gross­imkerei?» Danach rannten die Gästen dem Restaurant die Bude ein – einen Platz reserviert man inzwischen wohlweislich früh im Voraus.



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Für Zürich ist dieses Restaurant im gehobenen Segment eine Bereicherung.

Das Yu Nijyo – ein hochstehendes japanisches Restaurant in Zürich

Das Restaurant versprüht eine angenehme Atmosphäre – man fühlt sich wohl. Das Design des Hauses zieht sich auch hier durch und trotzdem ist dieser Raum etwas erwachsener. Für die japanische Kochkunst zuständig ist Norman Fischer, ein Koch aus Hamburg, der für das Restaurant La Terrasse im Parkhotel Bremen 17 «Gault Millau»-Punkte und einen Stern im «Guide Michelin» erkocht hat. Abends ist das Yu Nijyo ein Fine Dining Restaurant, mittags tischt das Restaurant als Yu Sushi Lunch Club Sushis, Sashimis und weitere japanische Köstlichkeiten auf. Für Zürich ist dieses Restaurant im gehobenen Segment eine Bereicherung.

Das L’Unico – Einzigartig soll das italienische Restaurant in Zürich sein

L’Unico – der Name ist hochgegriffen, muss ein Versprechen einlösen. Dies ist die Aufgabe des Küchenchefs Igino Bruni und seinem Team. Serviert werden traditionelle italienische Gerichte, mit einer Liebe zur Authentizität: Jegliche Pasta-Sorten werden selber hergestellt. Auch hier besticht das Ambiente: Die Tische sind nicht zu nahe beieinander, Raum zum Atmen und sich wohlfühlen ist vorhanden. Die Atmosphäre locker und ungezwungen – ein guter Ort, um mit Freunden der italienischen Küche zu frönen. Das Essen ist sehr schmackhaft, wer also Sehnsucht nach Italien hat, kann diese hier kurzzeitig kurieren.

Ausserdem: Jeweils am Sonntag und an Feiertagen gibt es im L’Unico einen feinen Brunch – „Ciao Domenica“ nennt er sich und das Buffet ist ziemlich GRAND.

Sonntag & Feiertag von 11:00 bis 15:00 Uhr

Jegliche Pasta-Sorten werden selber hergestellt.

Ein Cocktail lässt sich an der Bar schlürfen.

Bar & Lounges

Der Bar widmen wir uns im Artikel Zürichs beste Hotelbars etwas näher. Soviel sei verraten: Sie ist grosszügig – ein Cocktail lässt sich an der Bar schlürfen, aber auch sonst gibt es die unterschiedlichsten Nischen und Sitzgelegenheiten: mitunter eine Smoker-Lounge im Bibliotheken-Stil oder eine arabische Shisha-Lounge für etwas Qualm-Spass.

Wellness

Um die vom Stadtbummel ermüdeten Waden zu kurieren, gibt es selbstverständlich auch das passenden Massageangebote – angenehm: Erholen lässt es sich auf den Liegen auf der Dachterrasse. Eine Notiz am Rande, ganz passend zu unserer Edition, heisst die vielgerühmte Masseurin im Kameha Grand Zürich: Africa.

Das Angebot richtet sich nicht nur an Touristen – für Zürcher gibt es diverse SPA-Mitgliedschaften. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Erholen lässt es sich auf der Dachterrasse.

Martin-Hoch-PortaitMartin Hoch (34)

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Martin Hoch widmete die letzten Jahre dem Reisen. Ob mit der Bahn, Bus, Segelschiff oder umgebauten VW-Bus, wichtig waren ihm die Begegnungen mit Menschen, angetrieben hat ihn die Liebe zur Natur.

Eröffnungsangebot

Noch bis zum 15. August 2015 lockt das Kameha Grand in Zürich mit preisgünstigen Eröffnungsangeboten Gäste ins Haus – schauen Sie selbst: Opening Specials.

Unser Gesamturteil

Plus: Das Hotel ist verspielt, das macht Spass, hebt die innere Stimmung gleich etwas. Hervorzuheben sind die Grosszügigkeit der Zimmer, das gute Angebot der Bar und Lounges, sowie das vorzügliche Essen in den zwei Restaurants. Zu den Themenzimmern: Braucht man wirklich eine Kraftmaschine oder einen Roulette-Tisch im Zimmer? Nein, sicherlich nicht. Aber Spass macht es und eine Hotelübernachtung kann so zu einem Erlebnis werden. Ausserdem: Das Servicepersonal ist äusserst freundlich und zuvorkommend – für mich einer der wichtigsten Aspekte überhaupt. Ich mag es, wenn ich mich als Gast willkommen fühle.

Minus: Das Hotel befindet sich ausserhalb des Stadtzentrums in Zürich Glattpark. Hier entsteht ein neuer Stadtteil und viele Unternehmen haben sich in dieser Gegend niedergelassen. Während andere Hotels direkt in Zürich am See oder in der Innenstadt Gäste willkommen heissen, muss man zum Kameha Grand erstmals in die Strassenbahn steigen. Wiederum sei gesagt, es ist ein Luxusproblem: Die Fahrt mit dem Tram ins Zentrum (Hauptbahnhof) dauert gerademal 23 Minuten – in den meisten Europäischen Metropolen ein Katzensprung.