Wie-besorge-ich-es-mir-selbst_selfie

Text Martin Hoch
Auf GlobeSession beschäftigten wir uns kürzlich in einem Artikel mit dem neuen Massenphänomen: Sie besorgen es sich selbst. Überall. Egal Wo.

Heute setzen wir uns mit den goldenen Regeln, wie man sich ein Foto von sich selbst besorgt, auseinander. Schliesslich lohnt es sich auch bei einem Selfie, gewisse fotografische Regeln zu beachten.

Tip 1: Licht, Licht und Licht

Allzu schnell vergessen wir, dass Fotografieren nichts anderes ist, als Licht einzufangen. Daher sollte man bei einem Selfie immer darauf achten:

  • Natürliches Licht ist dem künstlichen vorzuziehen – geht raus in die Natur!
  • Das Licht sollte von vorne auf das Gesicht scheinen.
  • Das angenehmste Sonnenlicht hat man jeweils am morgen früh und am Abend vor dem Sonnenuntergang. Zu grelles Sonnenlicht lässt das Gesicht zu hell erscheinen. Das Foto wir überbelichtet.

Die goldenen Regeln, wie man es sich selbst besorgt.

Ein Selfie Shooting kann eine Menge Spass bereiten- sei kreativ!

Tip 2: Sei kreativ

Wenn du willst, dass dein Selfie per Social Media bestaunt wird – get creative! Um die Aufmerksamkeit deiner Leute zu gewinnen, reicht es heute kaum noch mit einem Schmollmund ins Smartphone zu lächeln. Spiele mit dem Winkel des Smartphones, halte Ausschau nach ausgefallenen Orten, beziehe Gegenstände mit ein, werde Teil eines Streetart Kunstwerks und und und … Ein Selfie Shooting kann eine Menge Spass bereiten- sei kreativ!

Tip 3: Die Bildbearbeitung

Richtig gut wird ein Selfie oft erst durch die Bildbearbeitung. Leicht und schnell funktioniert es mit der Instagram App. Hier sind zwei Dinge entscheidend:

  • Wähle den richtigen Bildausschnitt.
  • Klicke dich durch die verschiedenen Filter und entscheide dich für deinen Favoriten.

Und schon sieht dein Selfie richtig gut aus …

Selfie kreativ

Tip 4: Bring deinen Selfie in Umlauf

Überlege dir zuerst, ob das Foto ein privater Selfie ist, oder einer, den du mit der Öffentlichkeit teilen möchtest.

Beim posten des Selfies solltest du sogenannte Hashtags verwenden wie #selfie, #instagram, #hallowelt oder #Asien2014. Hashtags werden in Sozialen Netzwerken als Suchfunktion verwendet. Am besten du benutzt Hashtags, die den Selfie treffend beschreiben, zum Beispiel: #Kisses, #GuteNacht, #Greatday, #Thailand, #Winterwonderland etc.

Ausserdem lohnt es sich, dem Selfie einen kurzen Text beizufügen. Möchtest du Kommentare? Dann sollte der kurze Text eine Frage beinhalten, wie zum Beispiel: Grüsse aus Thailand … und wo bist du zur Zeit?

Helfen dir diese Tips? Hast du selber noch einen lohnenswerten Tip? Teile diesen doch mit uns und schreibe ihn am Ende des Artikel in das Kommentarfeld.

Und auch in diesem Artikel gibt es wieder tonnenweise Insights zum Thema Selfies von deutschsprachigen Reisebloggern. Wenn du wissen willst, wieso sich Marco Buch, ein Weltreisender, ständig mit Hunden ablichten lässt, wieso Maike Grunwald, eine Weltenbummlerin, lieber ihre Fussnägel fotografiert als ihr Gesicht, wie man sich unter Wasser ablichtet und wieso Robert Fishman einen gesunden Respekt vor Gesichtserkennungssoftwares hat, dann solltest du hier weiterlesen!

Helfen dir diese Tips? Hast du selber noch einen Tip? Teile diesen doch mit uns …

Liane Völker – Lillicious

Liane Völker startete im März 2012 ihren Blog Lillicious und berichtet seitdem von ihren Reisen und den Genüssen im Leben. Derzeit plant sie eine Weltreise und wird ab dem 1. April 2014 unter www.travelstoryteller.de ihre Geschichten und die Geschichten toller Begegnungen veröffentlichen.

Website: www.lillicious-blog.blogspot.de
Facebook: Travelstoryteller


GS: Mit welcher Ausrüstung lichtet man sich unter Wasser selbst ab?

Liane Völker: Während meiner Reiseplanungen für Malaysia wollte ich mir unbedingt eine Unterwasserkamera besorgen. Doch schnell stellte sich heraus, dass Spezialkameras entweder schlechte Bilder machen oder sehr teuer sind. Auf die Qualität meiner Spiegelreflexkamerabilder wollte ich auf gar keinen Fall verzichten und suchte nach einer günstigen Alternative. Also besorgte ich mir eine wasserdichte Tasche, in die meine Spiegelreflexkamera reinpasst. Selbstverständlich funktioniert es auch mit teuren Unterwassercases von Kameraherstellern ein Selfie von sich und den Fischen zu machen. Unterwassertaschen gibt es auch für Handys und kleine Digicams und sind häufig die günstigste Alternative.

GS: Du kennst beim Selfie knipsen kaum kreative Grenzen – von welchem Bild träumst du noch?

Liane Völker: Ich habe genau genommen zwei Traumselfies, einmal von oben beim Iceclimbing auf einem Gletscher in Alaska und einen beim Surfen auf Hawaii.

Jessie Fröde – Freaktv travels

Jessie Fröde schreibt auf ihrem Blog über das Backpacken, Wandern, urbane Subkulturen (Street Art, Urban Art, Illustration) und ab und zu auch über die Selbstständigkeit.

Website: www.freaktvtravels.com
Facebook: Freaktvtravels

GS: Was fasziniert dich am Selfie?

Jessie Fröde: Eigentlich nur, dass man immer und überall unabhängig Bilder von sich und dem Moment machen kann. Gerade wenn man alleine unterwegs ist, möchte man ja nicht jedem sein Handy oder seine Kamera in die Hand drücken. Manchmal sind aber auch einfach gerade keine anderen Menschen „zur Hand“.

GS: Entsteht der Selfie nicht einfach aus Einsamkeit und Langeweile?

Jessie Fröde: Die Anfänge des fotografischen Selfies waren bestimmt aus Langeweile. Vielleicht auch aus Aufmerksamkeitsdefiziten (denn früher hat man sie ja dann doch immer auf den Social-Media Profilen entdeckt). Quasi ein Spiegelersatz, den man mit allen teilen kann.

Wer des öfteren allein auf Reisen ist, weiß, dass man nie wirklich einsam ist und auch selten wirklich Langeweile hat. Aber beim Erkunden von Städten oder beim Relaxen am Strand kann man schon mal alleine sein und dann möchte man ja trotzdem ein Bild von sich und der Umgebung … als Erinnerung an den Moment. Zudem kann man ja auch mit dem Motiv (also sich selbst) und der Umgebung spielen.

GS: Dein Tip für den perfekten Selfie?

Jessie Fröde: Lasse Platz für die Umgebung, wähle spannende Winkel/Ausschnitte und fang einfach den Moment ein. Es ist nicht mal wichtig, dass du immer in die Kamera schaust.

Marco Buch – Life is a Trip

Life is a trip will die Tradition des Geschichtenerzählens ins digitale Zeitalter hinüberholen. Und zu erzählen gibt es wahrlich genug! Von Reisen, Begegnungen und Erfahrungen, von Ideen, Inspirationen und persönlichen Veränderungen. Denn alles in allem ist das Leben ein ganz schöner Trip! Findet Ihr nicht?

Website: www.life-is-a-trip.com
Facebook: Life is a Trip

GS: Du hast eine spezielle Angewohnheit, du schiesst Selfies mit Hunden – wieso?

Marco Buch: Ich habe mal ein sehr schönes Selfie mit einem Hund geschossen. Da ich mich überall, wo ich hinreise, mit Hunden anfreunde, lag die Idee nah, mich mit vielen Hunden zu fotografieren. So habe ich eine Erinnerung an meine vierbeinigen Freunde, aber auch daran, wie ich an verschiedenen Orten aussah. Denn sonst fotografiere ich eigentlich fast nur das Land, nicht mich.

GS: Und wie ist es denn für die Hunde fotografiert zu werden?

Marco Buch: Nicht alle Hunde lassen sich gerne fotografieren. Ich erzwinge aber natürlich nichts, das Ganze ist immer so eine Art Spiel. Daher sind auch viele der Bilder schräg oder zeigen nur Teile von mir oder dem jeweiligen Vierbeiner. Schrägste Situation: Als ich mich in Thailand gerade mit einer ganzen Gruppe Strandhunde fotografierte, stoppte hinter mir der Hundechef des Strandes und pinkelte mir tatsächlich an den Rücken…

GS: Falls mal kein Hund zur Verfügung steht, mit wem nimmst du stattdessen ein Selfie auf?

Marco Buch: Hunde gibt es immer, und man nennt mich nicht umsonst den Hundeflüsterer! Wenn Not am Mann ist, fotografiere ich mich aber auch mit Katzen, Kühen oder Vögeln. Wie eine befreundete Engländerin so schön sagte: ‚Good excuse for a photo album!‘

Janett Schindler – Teilzeitreisender

Janett Schindler schreibt auf ihrem Blog Teilzeitreisender gemeinsam mit ein paar Freunden über das Thema Kurzreisen und Reisen für Berufstätige.

Website: www.teilzeitreisender.de
Facebook: Teilzeitreisender

GS: Ist der Zweck des Selfies nicht einfach nur aufzutrumpfen und allen zu Hause zu zeigen, wie super toll man es doch auf seiner Reise hat?

Janett Schindler: Ich nehme bei Selfies in den seltensten Fällen Bezug auf den Ort. Oftmals sind sie bei mir „Lückenfüller“, wenn ich mal wieder daheim bin, und was posten möchte. Unterwegs kommt ein Selfie weniger oft vor, eigentlich nur, wenn es etwas besonders Lustiges gibt.

GS: Als Selfie Liebhaber musst du ein ziemlicher Narzist sein?

Janett Schindler: Ich poste nicht ausschließlich Bilder von mir, aber so ein bissl – ja – ich glaube man muss schon einen leichten Hang zur Selbstdarstellung haben. Aber ich glaube jeder, der an einem Schaufenster vorbeigeht, und eher auf sein Spiegelbild als auf die Schaufensterpuppen achtet, achtet auf sich selbst…

Steven Hille – Funkloch

Steven Hilles Blog Funkloch widmet sich den zwei Themenspektren Reisen und Nachhaltigkeit. Der Name, als auch die Inhalte thematisieren das Abschalten vom Alltag in Form von erlebnisreichen Geschichten und Texten, die Lust machen die weite Welt zu entdecken und dazu einladen dem Alltagstrott für zumindest ein paar Minuten zu entkommen. Zusätzlich mahnt der Blog zu einer höheren ökologischen Nachhaltigkeit und stellt spannende Unternehmen oder Projekte aus diesem Themenspektrum vor.

Website: www.funkloch.me
Facebook: Funkloch

GS: Dein Blog nennt sich Funkloch. Du hast aber, wie alle Selfie-Fans, den grossen Drang dein Konterfei der ganzen Welt zu „funken“. Was ist der Reiz am Selfie?

Steven Hille: Ich denke, dass mit Hilfe eines Selfies ganz bestimmte Momente festgehalten und mit den Freunden geteilt werden können. Ein reines Foto eines Ortes oder einer Situation kann meine Gefühlslage nicht zeigen. Wenn ich mich aber zusätzlich mit ablichte, wird mein persönliches Empfinden zu genau diesem Zeitpunkt mit übermittelt. So werden aus eintönigen Standardbildern eben jene Bilder, die viel mehr Emotionen vermitteln. Und ich mag Emotionen.

GS: … und selbst am abgelegensten Strand denkst du daran ein Foto von dir zu schiessen und es mit der ganzen Welt zu teilen. Abschalten war gestern, oder wie?

Steven Hille: Schon witzig, dass bei dir auch diese Frage aufkommt. Bei meinem Blogthema „Abschalten“ und der Tatsache, dass ich auf Reisen oder an Orten der Entschleunigung schreibe, fotografiere oder filme, entsteht oft der Eindruck eines Widerspruchs. Aber wenn ich genau in diesen Momenten nicht bloggen würde, wie könnte ich dann meine Leser davon überzeugen mal Abstand vom Alltag zu gewinnen und das Leben zu genießen?

GS: … aber du denkst, der Selfie ist mehr als nur ein Baden in Eitelkeiten?

Steven Hille: Wikipedia petzt mir, dass Eitelkeit in der genauen Definition „die übertriebene Sorge um die eigene körperliche Schönheit“ ist. Ja! Ein Selfie ist definitiv mehr als das. Es geht dabei nicht um den Spieglein-Spieglein-an-der-Wand-Effekt oder um Selbstdarstellung, sondern um die Vermittlung des eigenen Wohlbefindens in bildlicher Form.

Maike Grunwald – Das Reisetageblog

Die Journalistin Maike Grunwald zeigt uns auf ihrem privaten Blog Reisetageblog die schönsten Ziele für den Urlaub – von Usedom bis Hongkong.

Website: http://www.reisetageblog.de/
Facebook: Das Reisetageblog


GS: Gefallen dir deine Füsse besser als dein Gesicht, oder weshalb schiesst du mit Vorliebe Selfies von deinen Füssen?

Maike Grunwald: Meine Selfies sind streng genommen gar keine. Denn das Hauptmotiv bin nicht ich, es ist die Umgebung. Die Kamera ist nicht auf mich gerichtet, sondern immer auf den Ausblick, und zwar auf Augenhöhe. Bei Fuß-Selfies sieht man dann meine Füße mit im Bild. Wenn ich mit meiner Freundin da bin, sieht man zwei Paar Füße in der Landschaft. Auch bei den Spiegel-Selfies geht es nicht wirklich nur um mich. Das Motiv der Bilder von der Anish-Kapoor-Ausstellung ist eher der Effekt der Spiegel, die ja Kunstwerke sind. Das Bild aus Krakau soll zeigen, wie interaktiv das Museum gestaltet ist. Es geht nicht darum, dass der Betrachter einfach nur mich ansieht. Er soll die Welt durch meine Augen sehen, eine andere Perspektive erleben.

GS: In welcher Umgebung nimmst du denn am liebsten Selfies deiner Füsse auf?

Maike Grunwald: Wo es besonders gut passt, z.B. am sommerlichen Ostseestrand. Oder wo es scheinbar gar nicht passt, z.B. im Oktober am Atlantikstrand in Wales. Ich will den Betrachter mit auf die Reise nehmen.

GS: In welches Land würdest du denn deine Füsse am liebsten mal setzen?

Maike Grunwald: Ich war noch nie in Südamerika! Sehr gerne würde ich dort mehrere verschiedene Länder entdecken. Am Liebsten zu Fuß.

Robert Fishman Selfie

Robert Fishman – So schee scho

Robert Fishman betreibt den Reiseblog So schee scho. Der Schwerpunkt des Blogs sind Städtereisen in Europa und drum herum, sowie Begegnungen, die er unterwegs macht.

Website: soscheescho.wordpress.com
Facebook: So schee scho

GS: Du bist der Anti-Selfie-Liebhaber und postest Fotos bewusst so, dass sie Facebook & Co. nicht per Gesichtserkennungssoftware erkennen kann – wieso?

Robert Fishman: Weil ich keine Lust habe, dass Facebook noch mehr über mich weiß und noch mehr Daten über mich zu (nicht meinem ;-)) Geld macht. Facebook schreibt in seinen AGBs, dass es alle Vermarktungsrechten an den Fotos erwirbt, die die Nutzer dort einstellen. Ich versuche, mit Texten und Fotos meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Da ist es für mich logisch, dass ich meine Arbeit nicht auf Facebook poste sondern dort nur verlinke. In Zeiten allgegenwärtiger Überwachung versuche ich, im Internet möglichst wenig Persönliches über mich zu verbreiten.

GS: Wie stellst du es an, dass die Gesichtserkennungssoftwares jeweils dein Gesicht nicht erkennen?

Robert Fishman: Auf den Seiten gibt es nur das eine Foto mit der Spiegelkugel von mir. Darauf bin ich nur klein zu sehen und habe meine Kamera vor dem Gesicht.

GS: Wäre es nicht sinnvoller, dafür zu kämpfen, dass das Internet einen funktionierenden Datenschutz erhält, anstatt sich zu verstecken?

Robert Fishman: Das eine schließt das andere nicht aus. Ich verstecke mich nicht, vermeide nur, allzu Persönliches den Betreibern der Seiten kostenlos frei Haus zu liefern. Außerdem geht es mir um die Geschichten, die ich erzählen möchte oder die Anliegen, die ich auch weiter verbreite. Mein Gesicht finde ich nicht so spannend, dass es den Nutzern der Seiten überall entgegen scheinen muss. Als Fotograf und Journalist sehe ich meinen Platz hinter der Kamera. Ausnahmen wie die Kampagne „Gesicht zeigen gegen Rechts und für Zivilcourage“ lasse ich gerne gelten, wenn ich dafür überzeugende Gründe sehe.

Viele Petitionen für mehr Datenschutz im Netz und für Whistleblower wie Snowden habe ich unterschrieben und mache das auch weiterhin. So lange die großen Betreiber der sozialen Netzwerke im Ausland (USA) sitzen, werden sie sich für deutsche und europäische Datenschutzregeln nur sehr am Rande interessieren.

Sonya Schlenk – soschy on tour

Sonya Schlenk schreibt auf ihrem Blog soschy on tour von der Freude unterwegs zu sein. Sie erzählt von ihren Reisen, Touren und Erlebnissen in der Stadt, auf dem Land und in den Bergen. Darüber hinaus teilt sie ihre Gedanken, Tipps und Fundstücke rund um das Thema Reisen und Outdoor.

Website: soschyontour.de
Facebook: soschy on tour

GS: Du gehörst zu den Selfie-Pionieren und hast dich schon selbst abgelichtet, als der Begriff „Selfie“ noch gar nicht existierte – bist du dermassen selbstverliebt?

Sonya Schlenk: Ganz im Gegenteil, ich mag die wenigsten Fotos von mir. Ich poste zudem kaum Selfies auf meinem Blog oder auf meinen anderen Profilen im Social Web. Die fotografischen Selbstportraits sind für mich eher Erinnerungen die ich mache, um nicht nur Landschaften von meinen Reisen mitzubringen.

GS: Fühlst du dich denn beim Selfie knipsen nie beobachtet oder kommst dir idiotisch vor?

Sonya Schlenk: Eigentlich nicht. Ich reise oft alleine oder zu zweit und habe seit jeher Selfies gemacht. Wahrscheinlich weil ich nie Lust hatte, andere zu fragen ob sie ein Foto von mir machen können. Lustigerweise finde ich es viel gestellter, wenn sich die Menschen vor eine Sehenswürdigkeit stellen und sich ablichten lassen. Manchmal hab ich schon den Eindruck, dass mich Menschen eher mitleidig anschauen, wenn ich alleine ein Foto von mir selbst mache. Doch für mich ist es eine Art der Unabhängigkeit. Einfach Arm lang machen, lächeln und knips.

GS: Hast du eine Idee, was nach dem Selfie der nächste Trend sein wird?

Sonya Schlenk: Sind Selfies ein Trend? Dann bin ich wohl ein Trendsetter. Vielleicht kommt bald die Phase der Selbstauslöser-Fotos (Self-Timers). Mach ich auch gern, besonders bei Gruppenfotos. Es ist immer wieder spannend, wann es Klick macht und ob man es rechtzeitig schafft sich in Pose zu stellen.

 
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