Die Laguna Cejar – untergehen unmöglich

Text und Bild Martin Hoch
Unsere Rückfahrt von San Pedro de Atacama nach Chile ist der Wahnsinn. Naturspektakel pur. Der Trip beginnt gleich um die Ecke von San Pedro bei der Laguna Cejar. Der trockene Wind der Atacamawüste bläst uns leicht ins Gesicht. Mit dem Badetuch unter dem Arm schlendern wir zur Laguna. Dieser See ist enorm salzhaltig und man treibt ohne sein Zutun gemütlich auf der Oberfläche. Untergehen unmöglich. Das tote Meer lässt grüssen.


San Pedro de Atacama

Die Flamingos der Laguna Chaxa

Lange halten wir uns nicht auf bei der Laguna Cejar – es warten noch etliche weitere Highlights auf uns. Nur wenige Kilometer weiter erreichen wir die Laguna Chaxa. Ich schultere meine Kamera. Wir gehen einige Schritte und schon sichten wir die ersten Flamingos. Die ganze Gegend hier wirkt wieder unwirklich. Als wären wir auf einem anderen Planeten. Dieses Gefühl begleitet uns schon seit Beginn unseres Abstechers in die Atacamawüste. Klick, klick, ein paar Fotos. Und schon sitzen wir wieder im VW Bus. Jetzt geht’s vollgas in Richtung der Lagunen Miscanti und Miniques – auf die freuen wir uns schon seit Tagen.

TIPP für Reisende: Am Nachmittag in der Laguna Cejar baden gehen und gegen Abend, wenn das Licht zum Fotografieren weicher und goldiger wird, die Laguna Chaxa besuchen.

Die ganze Gegend hier wirkt unwirklich.

Diese Gegend lässt dich unweigerlich spüren, wie klein du als Mensch bist.

Eine Nacht an der Laguna Miniques

Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir die Lagunen Miscanti und Miniques. Zuerst spazieren wir entlang der Laguna Miscanti und bestaunen eine Naturkulisse, die wie ein gemaltes Aquarellbild wirkt. Die Laguna Miscanti wird oft als Sujet für Wandkalender fotografiert. Die Szenerie ist magisch – wieder fühlen wir uns auf einem anderen Planeten. Diese Gegend lässt dich unweigerlich spüren, wie klein du als Mensch bist und wie zeitlos und mächtig die Natur dagegen ist. Schliesslich erreichen wir unser Tagesziel, die nahegelegene Laguna Miniques, die Schwesterlagune der Laguna Miscanti. Hier parken wir unseren VW Bus, geniessen ganz alleine den Sonnenuntergang und köcheln unser Abendessen. In welchem Hotel hat man beim Abendessen eine solche Aussicht – für sich ganz allein.

Der Paso Sico – What a ride

Der heutige Tag ist krass. Am Morgen früh fahren wir los. Wir wollen über den Paso Sico zurück nach Argentinien. Zu viele Worte darüber mag ich nicht verlieren. Nur soviel: Wir manövrierten unser Fahrzeug über Wellblechpisten, durch Sandmulden, kollidierten beinahe mit einem LKW – ein Wunder, dass es nicht so kam, wurden einmal mehr von der Schönheit der Natur des Altiplano weggehauen, überquerten eine fast komplett verlassene Grenzstation, steckten im Schlamm fest, buddelten uns während einer Stunde auf 4000 m ü. M. mit viel zu wenig Sauerstoff in der Lunge wieder raus, brachten das Fahrzeug beinahe zum Kippen, fanden den auf der Landkarte eingezeichneten Weg nicht, fuhren einen stundenlangen Umweg, waren froh um unsere Reservekanister mit Benzin, da die Tankstelle kein Benzin mehr hatte, klärten ein paar Argentinier auf, wo sie langfahren müssen, um an ihr Ziel zu kommen, halfen anderen Argentiniern aus der Patsche, indem wir ihnen einen Hilfstrupp organisierten um schliesslich mit vereinten Kräften ihren 40 Jahre alten Pick-up auf 4’500 m ü. M. den Berg hinauf zu schieben – wieder mit viel zu wenig Sauerstoff in den Lungen und genossen eine der spektakulärsten Fahrten auf unserer Reise – es war wunderschön!!! Leider hatten wir kaum Zeit zum Fotografieren.

… wir brachten das Fahrzeug beinahe zum Kippen, fanden den auf der Landkarte eingezeichneten Weg nicht und fuhren einen stundenlangen Umweg …

Informationen zu San Pedro de Atacama

Karte von San Pedro de Atacama