Zermatt steht wohl eher bei den Erwachsenen auf der Bucketlist, aber auch für Kinder ist dieses Walliser Bergdorf eine spannende Destination.

Mit der Familie nach Zermatt – so gelingt’s

 

Kaum eine Reise in die Berge lässt sich einem Kind so schmackhaft machen, wie eine Reise zum Matterhorn – wortwörtlich. Schliesslich kennt jedes Kind das Wahrzeichen der Toblerone-Schoggi.

Ich bin mit Freunden und ihren zwei Töchtern – 1- und 4-jährig – unterwegs. Wir parkieren das Auto in Täsch und fahren mit dem Zug nach Zermatt – das Bergdorf in den Walliser Alpen ist autofrei. Ganz unbesorgt auf den Strassen herumspringen lassen sollte man die Kids aber dennoch nicht – die Taxi-Tuktuks kurven manchmal ganz schön schnell um die Kurve.

Wir checken im Hotel National ein, wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Auf den ersten Blick lässt sich nicht erahnen, dass dieses Hotel auf Familien ausgerichtet ist. Doch der freundliche Rezeptionist deutet den etwas mürrischen Gesichtsausdruck der 4-Jährigen schnell und weist auch schon auf das erste Highlight hin: Der Spielraum. Gleich hinter der Lobby mit Bar befindet sich ein Mini-Paradies für jegliches Alter. Die Kleine ist happy, wir lassen uns inzwischen die anderen Annehmlichkeiten des Hotels erklären.

Deren gibt es mehrere: Für uns Erwachsenen ist dies ganz klar der Spa-Bereich mit finnischer Sauna, Hammam, Kaltwasserpool, Massageräumen und Ruheliegen. Diese Zone ist kinderfrei – da wir drei Erwachsene sind, lässt sich die Kinderbetreuung aber gut aufteilen. Doch Badespass gibt’s auch für die Kleinen: Ein kleiner und ein grosser beheizter Swimmingpool laden zum Planschen ein, mit zahlreichen Schwimm- und Spielutensilien sowie einem Whirlpool. Entspannung pur!

Nach dem köstlichen Abendessen im Hotel – überraschend viel Auswahl für die Kleinen, exquisites Menü für die Grossen – testen wir auch unser Familienzimmer im Mansardenstil. Nicht nur ist mit Kühlschrank, Wasserkocher, Kaffeemaschine und Willkommenssnacks vorgesorgt, auch das zusätzliche Babybett finden wir aufmerksam, sowie das Plüschtier und die Badeenten.

Ein weiteres Highlight – vor allem, aber nicht nur, für die 4-Jährige: das Hängenetz, das den oberen Bereich um einiges vergrössert und auch Erwachsene problemlos trägt. Die zweite Nacht verbringt die Kleine übrigens nicht mehr im Bett, sondern mit Kissen und Decke direkt auf dieser grossen, stabilen Hängematte. Und verbringt eine sehr gute Nacht, wie sie selber sagt.

Fast müssen wir sie am nächsten Tag überreden, mit uns zum Matterhorn zu fahren. Schliesslich gibt es für sie allein im Hotel schon viel zu erleben. Doch für Familien gibt es ein interessantes Angebot, womit sich auch die Erkundung der Umgebung lohnt: Die Wolli Card. Das ist eine kostenlose Club-Karte für Kinder von Gästen, die mindestens eine Nacht in der Destination Zermatt – Matterhorn verbringen und mindestens einen Zweitagespass erwerben.

Damit gibt es verschiedene Vergünstigungen, freie Benützung der Bergbahnen in der Destination Zermatt – Matterhorn, eine kostenlose Übernachtung im Zimmer der Eltern in zahlreichen Hotels und vieles mehr. Wir schaffen es zum Glück doch noch, die 4-Jährige für den Ausflug zu motivieren. Die Gornergratbahn bringt uns hinauf in die schneeweisse Landschaft. Wir leihen Schlitten aus und brausen mit Sicht auf das Wahrzeichen der Schweiz die Pisten runter. Ein grosser Spass!

Die 2021 neu eröffnete multimediale Erlebniswelt «Zooom the Matterhorn» ganz zuoberst ist ebenfalls ein Besuch wert. Mittels Virtual Reality-Brillen und einem aufgehängten Sitz lässt es sich virtuell Gleitschirmfliegen – rund um das Matterhorn. Auch die 3D-Show hat es in sich, sowie das Teleskop, mit welchem man das Matterhorn aus wahrlich nächster Nähe anschauen kann.

Sowohl die Kleinen wie auch die Grossen haben diesen Ausflug genossen. Die 4-Jährige fragt sich, wie es hier wohl im Sommer aussieht? Wir werden es ihr gerne zeigen…

Matterhorn

Das Matterhorn: Ein Ausflug wert! © Eva Hirschi