«Napoleon wird ja wohl Geschmack gehabt haben», dachten wir uns und wählten diese Bubble für unsere Nacht im Himmelbett. Sie liegt direkt unterhalb des Schloss Arenenberg, in welchem anno dazumal Napoleon III lebte.  Und so, zwischen Schafstall und Kaiserschloss umringt von Reben und Wiesen, residierten wir.

Schlafen im Bubble Himmelbett – dieses neue Konzept von Thurgau Tourismus erregt Aufsehen

An 4 Standorten, verteilt über die schönsten Ecken des Apfelkantons sind die Bubbles zu finden. Wie Hotelzimmer können sie für CHF 190-220 gebucht werden. Am 21. April startete dieses Sommerprojekt und wir waren die ersten Gäste im malerischen Arenenberg am Bodensee.

Bei schönstem Sonnenschein verliessen wir Zürich und fuhren Richtung Thurgau. Warme Kleider, Kaschmirpullis und Bettsocken fanden sich in unserem Gepäck wieder. Ein Aussenstehender hätte hier wohl an eine kleinere Polarexpedition gedacht. Wir hatten lediglich die Angst im Hinterkopf, diese Bubble könnte in einer kalten Aprilnacht nicht beheizt sein – man weiss ja nie.

Die überaus herzlichen und freundlichen Gesichter bei der Begrüssung und die spektakuläre Sicht auf den See, versetzten uns sofort in Ferienstimmung. Der Willkommensdrink – eine eigene Kreation unter anderem mit Thurgauer Gin aus Schlehen – trug dann auch seinen Teil zur allgemeinen Fröhlichkeit bei.

Beschwingt nahmen wir den kurzen Weg durch die Reben zur  Bubble in Angriff und waren begeistert. Liebevoll und bis ins kleinste Detail durchdacht ist sie eingerichtet, die grosse Seifenblase. Übrigens auf angenehme 19 Grad beheizt oder im Sommer klimatisiert.

Für alle die jetzt an Big Brother im Glashaus denken, weit gefehlt. Platziert unter einer betagten Fichte und ohne direkte Nachbarn fühlten wir uns sofort heimisch.

Die Zeit lässt sich gut vertreiben am Untersee. Der Schlosspark und das Museum des Arenenberg sind ein Erlebnis und eine Freude für die Fantasie.  Wir können uns lebhaft vorstellen, wie Hortense und Napoleon damals durch diese Anlage spaziert sind.

Auch der Gaumen kommt nicht zu kurz: Essen kann man vor Ort (auf Vorreservierung) oder in einem der zahlreichen Fischrestaurants am See.

Und dann später, eingekuschelt unter dicken Daunendecken löschten wir das Licht und da war er, der wohl beste Moment des Tages. Von einem Augenblick auf den Anderen war die Bubble weg und wir lagen direkt in der Natur unter dem Sternenzelt. Aber auch wenn man sie nicht mehr sehen konnte, fühlten wir uns sicher und behütet. So genossen wir einfach diese klare Nacht, die Lichter am anderen Ufer des Sees und die Geräusche der Natur.

Der Blick beim ersten Augenaufschlag am Morgen war nicht weniger schön. Direkter Seeblick und ein Eichhörnchen welches über dem Kopf herumturnt, dies erlebt man wohl nicht jeden Tag.

Das reichhaltige Frühstück, ausschliesslich aus regionalen Produkten bestehend, kann sich sehr gut sehen oder in unserem Fall genüsslich verspeisen lassen.

Napoleon hätte damals bestimmt jeden Platz am Bodensee bewohnen können – die Entscheidung für diesen Ort können wir absolut nachvollziehen. Und ganz ehrlich? Wir sind uns sicher, er hätte auch gerne sein Haupt in dieser liebevoll eingerichteten Bubble aufs Kissen gebettet.

Dieses Erlebnis, welches definitiv auf die Liste “ich habe noch nie in meinem Leben…” gehört, wird uns wohl noch eine Weile begleiten. Wir haben noch nie in einer enormen Seifenblase unter freiem Himmel übernachtet, aber würden es jederzeit wieder tun.

Und Lust auf das Erlebnis gekriegt? Dann gehts hier lang: Himmelbett buchen