Hotel mit Blick aufs Matterhorn

Was ein Berggasthof mit Instagram zu tun hat? Viel, denn heutzutage merkt man sich die
#inspo für die nächste #vacay in den sozialen Medien in Form von Bildern vor. Lange lag in meiner Feriensammlung ein Foto des Walliser Riffelhauses. Warum? Weil dessen Whirlpool mit Blick aufs Matterhorn ein mehr als vielgeteilter ist. Als ich endlich selbst drinsass, kam der Nebel. Schön war es trotzdem.

Schon allein die Anreise ist ein Spektakel. Aus der Stadt nach Zermatt – diese Strecke kennt man. Doch dann steigt man dort angekommen in die Gornergrat Bahn und tuckert bis auf 2500 Höhenmeter hinauf. Aussteigen! Da steht es ganz allein, das Riffelhaus. Und sieht auf den ersten Blick wie eine Jugendherberge aus. Nur etwas erhabener, weil das Matterhorn sein royaler Nachbar ist. Man stapft durch den Schnee hinüber zum 1853 erbauten und neu renovierten Berghotel und wird empfangen von einem knisternden Feuer. Unser Herz ist erwärmt.

Wir wollen sofort in den Wellnessbereich, auf die Terrasse mit dem superfotogenen Sprudelbad, das wir auf Instagram so oft gesehen haben. Aber die Sonne scheint. The Struggle is real, denn es gibt zu viel zu erkunden! Da ist der Gipfel, der Gornergrat auf 3089 Metern, mit einem glitzernden Meer aus verschneiten Bergketten und schroffen Spitzen, eine gemeingefährliche Schlittelbahn und das Iglu-Dorf.

Riffelhaus 1853

Riffelberg 2500m
3920 Zermatt
Schweiz

riffelhaus.ch

Unser Lieblingsplatz im Hotel?

Der Wellnessbereich. Natürlich! Neben einem Dampfbad und einer Sauna mit Panoramafenster, muss man unbedingt mit dem Handy bewaffnet auf die Terrasse und die Begleitung im Whirlpool inszenieren. Obwohl, inszenieren muss man hier nichts. Nirgendwo ist ein spektakuläres Bild leichter.

Der gemütlichste Ort im Hotel?

Das Bett. Denn durch das Fenster gegenüber winkt mal wieder unser Freund, das Matterhorn. Wahrlich traumhaft.

Was bieten die Zimmer?

Was von aussen kaum zu vermuten war: Drinnen ist es ziemlich schick. Natürlich rustikal, aber dennoch durchdesigned. Die Materialien sind natürlich, viel Holz und Karo sorgen für den gewissen Bergkomfort und sind schrecklich gemütlich. Trotz verlockender Aussicht muss man aufpassen, dass man nicht zum Stubenhocker wird.

Wie schaut es mit dem Essen aus?

Solide! Abends werden vier Gänge Schweizer Klassiker serviert. Wie zu erwarten ist der traditionell dekorierte Gastraum voll verglast, der Wein geht in Einklang mit Sonne hinterm Matterhorn (hin)unter.

Wem würden wir das Riffelhaus empfehlen?

Wintersportlern oder allen, die Schnee mögen. Denn die Skipiste hat man hier direkt vor der Tür. Faulenzen lässt es sich ebenso gut wie Wandern. Wer sich nicht gross anstrengen mag, geht schlitteln, rutscht querfeldein über die Piste zum Iglu-Dorf und döst dort ein bisschen auf Liegestühlen in der Sonne und trinkt ein Gläschen.

… und unser Tipp!

Wecker stellen lohnt sich trotz Ferienstimmung: Der Sonnenaufgang ist hochromantisch und macht sich dank millenialpinkem Himmel bestens im Instagramfeed. Optional auch als Erinnerung in Fotoalbum oder Kopf.