Die perfekte Paarung von Luxus, Design und Gemütlichkeit

Stars wie Madonna,Valentino oder Anne Hathaway suchen jeweils im Winter in Gstaad Ruhe und Erholung, in Vergangenheit verkehrten hier Liz Taylor, Tony Curtis oder auch die Fürstin Gracia Patricia. Längst hat sich das ehemalige Bauerndorf im Berner Oberland zu einem Jet-Set-Hideaway der Superlative verwandelt. Der Luxus ist allgegenwärtig. So auch im Le Grand Bellevue, dem geschichtsträchtigen Nobelhotel an der Gstaader Promenade.

grand-bellevue-logo
Untergstaadstrasse 17
3780 Saanen
bellevue-gstaad.ch

Der gemütlichste Ort im Grand Hotel Bellevue?

Die Hotel-Lounge. Zugegeben, die blau-weiss gestreiften Tapeten mit zwitschernder Vogelschar sind ausgefallen. Sie sind mutig! Wunderschön! Und mit den bequemen Sofas und Sesseln aus Samt und edlem Herringbone-Tweed bilden sie eine perfekte Einheit. Zur traditionellen Tea Time kann man sich in der Lounge mit hausgemachten Kuchen und anderen süssen Versuchungen verköstigen, sich auf dem Sofa vor dem knisternden Kaminfeuer fläzen und in einem der zahlreichen Büchern zu schmökern. Kunst- und Designinteressierte kommen dabei voll auf ihre Kosten: Die Bibliothek wurde von der renommierten Galerie Hauser & Wirth kuratiert, dementsprechend exklusiv ist das Bücherangebot.

Unser Lieblingsplatz?

Die schwebenden «Vogelkäfig-Sitze» in der Hotel-Lounge – wer sich darin niederlässt, wird seinen Platz nicht mehr so schnell hergeben. Die eigenwilligen Schwebe-Sitze wurden übrigens von Hoteldirektor und Besitzer Daniel Koetser in einem Restaurant in Mexiko entdeckt und – weil er sie so bequem fand – nach Gstaad importiert.

Was bieten die Zimmer?

Die Zimmer bieten – wie das gesamte Hotel – viel Luxus, gepaart mit einer grossen Portion Gemütlichkeit. Die Farben sind dezent, die Materialisierung edel und erlesen. Als ausgesprochen sympathisches Detail ist zu erwähnen: Der Inhalt der Minibar steht, bis auf den Champagner, den Gästen kostenlos zur Verfügung und wird täglich neu aufgefüllt.
Insgesamt hat man die Auswahl zwischen 48 Zimmern (in den Kategorien «Chic» und «Deluxe Chic») und neun Suiten. Die grösste davon, die «Suite Le Grand Bellevue» bietet 170m2 Wohnfläche. Die Zimmer sind sehr hell, äusserst geräumig und die meisten davon mit einem eigenen Balkon ausgestattet.

Wie schaut es mit der Kulinarik aus?

Im Le Grand Bellevue hat man verschiedene Optionen, um seinen Hunger zu stillen. Wer es rustikal mag und etwas Berghütten-Feeling erleben möchte, dem ist das «Petit Chalet» zu empfehlen. In der Holzhütte im lokalen Chalet-Stil hat es gerade mal Platz für 20 Personen, serviert werden traditionelle Schweizer Käsegerichte wie Fondue und Raclette. «Ein Muss», sei laut Hoteldirektor Daniel Koester, das Schokolade-Fondue. Da wir aber vom Käsefondue – weil es so gut war – bereits eine weitere Portion bestellt hatten, hatten wir beim besten Willen kein Platz mehr für ein Dessert.

Weniger urchig, dafür umso exklusiver ist das Essen im «Leonard’s» (ein Michelin-Stern und 14 Gault-Millau Punkte), wo unter der Führung von Chef de Cuisine Urs Gschwend Sepia-Taglierini mit Hummer oder bodenständiges wie Beef Burger mit Pommes Frites serviert werden. Die Atmosphäre ist, trotz Haute-Cuisine-Niveau, entspannt und unverkrampft, auch Familien mit Kindern sind hier willkommen. Für Sushi-Fans steht die Sushi-Bar im Untergeschoss zur Verfügung oder die Hotelbar, wo es täglich (auch nachmittags) leichtere Speisen oder Happen für den Hunger zwischendurch gibt. Wobei man sich in der Bar auch einen Drink nicht genehmigen sollte, sehr zu empfehlen: Der Moscow Mule für «einfach so» und der «Negroni» als Pre-Dinner-Drink.

Was bietet der Wellnessbereich des Hotels?

3000 m2 Wohlfühlfläche! Das Spa des Grand Bellevue ist mit acht verschiedene Saunen und Dampfbädern ausgestattet. Besonders gut gefallen haben mir die finnische Sauna im Aussenbereich (sehr authentisch) und die Solegrotte, wo in regelmässigen Abständen Meersalzsole zerstäubt wird. Ausserdem kann man sich in einer Biosauna, im Türkischem Dampfbad, im Laconium, im Kräuterdampfbad oder in der Eisgrotte vertun. Letzteres empfiehlt sich zur Abkühlung nach einem Saunagang. Für spezielle Treatments stehen elf Räume bereit, wo man von der Hot Stone Massage über Ganzkörper-Wraps und verschiedenste Beauty-Behandlungen so ziemlich alles bekommt, was es für ein perfektes Verwöhnprogramm braucht. Für aktivere Gäste steht nebst Schwimmbad ein sehr grosser und top modern ausgestatteter Fitnessraum zur Verfügung, wo auch Yoga- oder Pilatesstunden gebucht werden können.

Wem würden wir das Hotel empfehlen?

Wer ein Haus mit erstklassigem Service und ausgelassener, gemütlicher Atmosphäre sucht ist hier goldrichtig. Das Personal ist freundlich und erweist sich als äusserst kompetent und hilfsbereit, als wir nach Empfehlungen für einen Spaziergang bitten. (An dieser Stelle unser Tipp: Lauenensee – unbedingt hingehen!). Ausserdem wird das Grand Hotel Bellevue designbegeisterte Menschen gefallen. Denn nach der Übernahme Ende 2012 durch Daniel Koetser und Rudolf Maag wurde das Hotel aufwendig renoviert. Koetsers Ehefrau Davia Koetser, damals noch beim renommierte Innenarchitekturbüro «Atelier Zürich» tätig, war für das mutige Innendesign verantwortlich. So zieren Tapeten des Edel-Labels House of Hackneys etwa die Wände der Lounge und des hauseigenen Clubs «Bouquet», die Deckenstuckleisten wurde orange angemalt, während die Wände einen grau-blauen Farbton haben. Beeindruckend ist auch das massgeschneiderte 17 Meter lange Chesterfield-Sofa in der Bar – das längste der Schweiz.

Unsere Bewertung
überaus freundliches PersonalErstklassiker Serviceüberwältigendes InterieurCoole Hoteldisco «Bouquet»Minibar inklusiveGrosses SPA
Kein Aussenpool oder Jacuzzi
4.7Alpiner Luxus
Freundlichkeit
Zimmer
Sauberkeit
Lage
Service
Frühstück
Preis/Leistung